Titelaufnahme

Titel
Bestand und Habitatnutzung alpiner Eulen im Nationalparkgebiet Gesäuse / Viola Riebl
Verfasser/ VerfasserinRiebl, Viola
Begutachter / BegutachterinKaiser Helmut
Erschienen2011
UmfangVI, 71, [12] Bl. Anh. : Zsfassung ; Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2011
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Nationalpark Gesäuse / Eulen / Habitat / Nationalpark Gesäuse / Eulen / Habitat / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-25003 Persistent Identifier (URN)
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Bestand und Habitatnutzung alpiner Eulen im Nationalparkgebiet Gesäuse [11.66 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Zwischen Herbst 2008 und Herbst 2010 wurden in ausgewählten Untersuchungsgebieten des Nationalparks Gesäuse Kartierungsarbeiten zur Erfassung der drei Eulenarten Sperlingskauz (Glaucidium passerinum), Raufußkauz (Aegolius funereus) und Waldkauz (Strix aluco) durchgeführt. Die Daten aus den Jahren 2008 und 2009 wurden selbst erhoben, die Daten aus 2010 hingegen von BirdLife Österreich zur Verfügung gestellt. Anhand dieser Daten wurde im Anschluss mithilfe der frei verfügbaren Software Maxent (MAXimum ENTropy software for species habitat modeling, Version 3.3.1) das Vorkommen der drei Arten im gesamten Nationalparkgebiet modelliert und vorher zu sagen versucht.Insgesamt wurden im Nationalparkgebiet Gesäuse 23 Sperlingskäuze, 19 Raufußkäuze und 25 Waldkäuze nachgewiesen. Diese Datensätze dienten als Grundlage für die eben erwähnte Modellierung. Habitatmodelle eigenen sich sehr gut als Ergänzung zu Kartierungsarbeiten, da sie einerseits die potentiellen Habitate der jeweiligen Zielarten eingrenzen, andererseits, als sie eine optimale Möglichkeit der Einschätzung von Gebieten, die beispielsweise aufgrund ihrer Unzugänglichkeit schwer kartierbar sind, darstellen.Die Ergebnisse der Maxentmodellierung deckten sich dabei weitgehend mit den Angaben aus der Literatur und den Ergebnissen der Begehungen: So bestätigten sich beispielsweise die Abhängigkeit der Kauzarten von bestimmen Seehöhen, Baumartenzusammensetzungen und Altersklassen der Wälder. Es muss dabei aber dennoch stets bedacht werden, dass ein Modell nur ein Modell ist und viele weitere essentielle Habitatfaktoren, wie beispielsweise das Vorkommen von Beutetieren oder das Vorhandensein von Bruthöhlen etc. nicht in die Modellierung einbezogen werden konnten.Die Daten, Ergebnisse und Überlegungen der vorliegenden Arbeit sollten wünschenswerter Weise als Grundlage bzw. Unterstützung für ein weiteres Monitoring dienen, da nur über langjährige Beobachtung aussagekräftige Ergebnisse erhalten werden können.

Zusammenfassung (Englisch)

Between the autumn of 2008 and the autumn of 2010, mapping work was carried out in selected research areas of the Gesaeuse National Park in order to examine three species of owl: the Eurasian pygmy owl (Glaucidium passerinum), Tengmalm's owl (Aegolius funereus) and the Eurasian tawny owl (Strix aluco). The author collected the data from 2008 and 2009 herself, while the data from 2010 were provided by BirdLife Austria. Subsequently, using the free software Maxent (MAXimum ENTropy software for species habitat modeling, Version 3.3.1), the data collected by the researchers and the data provided by BirdLife was used to model as well as to attempt to predict the presence of the three species in the entire national park area.A total of 23 Eurasian pygmy owls, 19 Tengmalm's owls and 25 Eurasian tawny owls could be accounted for in the area of the Gesaeuse National Park. These data sets served as the basis for the previous mentioned models. Habitat models provide a particularly good supplement to mapping work, given that they not only narrow down the potential habitats of the respective target species, but also offer a great opportunity to assess areas that are, for example, otherwise difficult to map due to their inaccessibility.The results of the Maxent models overlapped extensively with the data from the literature as well as with the results from the field surveys ? thus confirming, for example, the dependence of the occurrence owl species on certain sea levels, groupings of tree species and the age class of the forests. Nevertheless, it must be kept in mind that a model is only model; and many other essential habitat factors ? such as the presence of prey or breeding dens, etc. ? could not be incorporated into the model. The data, results and reflections presented in this thesis should ideally serve as a basis for as well as provide support for further monitoring, given that significant results can only be obtained by means of long-term observations.