Titelaufnahme

Titel
Das Bankgeheimnis aus abgabenrechtlicher und finanzstrafrechtlicher Sicht / von Daniela Schinnerl
Verfasser/ VerfasserinSchinnerl, Daniela
Begutachter / BegutachterinTaucher Otto
Erschienen2011
UmfangX, 81 Bl.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Bankgeheimnis / Finanzstrafrecht / Österreich / Bankgeheimnis / Finanzstrafrecht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-24943 Persistent Identifier (URN)
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Das Bankgeheimnis aus abgabenrechtlicher und finanzstrafrechtlicher Sicht [0.5 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Bankgeheimnis ist in § 38 BWG gesetzlich verankert. Es verfolgt primär das Ziel, dass die dem Kreditinstitut durch die Geschäftsanbahnung und der Geschäftsverbindung bekannt gewordenen Kundendaten geheim gehalten werden. Zusätzlich sichert § 38 BWG das Vertrauensverhältnis zwischen Kunden und Bank gesetzlich ab. Dieses Vertrauen ist für die Volkswirtschaft von großer Bedeutung, denn nur dadurch kann sichergestellt werden, dass Österreicher ihr Geld in Österreich veranlagen und nicht zu Hause aufbewahre oder ins Ausland bringen.In den letzten Jahren verstärkte sich das Streben nach einer Erweiterung von internationalen Informationsaustauschstandards weltweit. Keine unwesentliche Rolle spielte dabei letztlich auch die Wirtschaftkrise. Der dadurch entstandene erhöhte Finanzmittelbedarf stärkte das Interesse der Staaten, ein durchsichtiges Besteuerungssystem sicherzustellen. Damit tritt ein schwer durchbrechbares Bankgeheimnis stets in Konkurrenz, da es die Überwachung und Kontrolle von Steuerpflichtigen erschwert.Solange ein politisches Interesse an internationaler Zusammenarbeit am Austausch von steuerlich relevanten Daten besteht, geht eine Einschränkung des Bankgeheimnisses mit der Ausweitung von staatenübergreifenden Amtshilfeabkommen im Abgabenbereich einher.Es stellt sich die Frage, wie weit das österreichische Bankgeheimnis bereits durchbrochen ist und welche Konsequenzen sich daraus für österreichische Behörden und Gerichte ergeben. Um das beantworten zu können, bedarf es einer Unterscheidung zwischen rein innerstaatlichen und internationalen Sachverhalten.Im Rahmen dieser Arbeit soll der Grad der Durchbrechung des Bankgeheimnisses auf Grund aktueller gemeinschaftsrechtlicher, multilateraler, bilateraler und unilateraler Rechtsquellen in Bezug auf das Abgaben- und Finanzstrafrecht dargestellt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Banking secrecy is legally enshrined in § 38 BWG (Austrian Banking Act). It is primarily aimed at maintaining the secrecy of the customer data that become known through the initial business contact and the business relationship. In addition, § 38 BWG legally protects the bond of trust between customer and bank. This trust is of great significance for the national economy, because it is only through this that it can be ensured that Austrians invest their money in Austria and do not keep it at home or move it abroad.In recent years, the pursuit of an expansion of international information exchange standards has intensified. The financial crisis has played a considerable role here. The increased need for financial resources resulting from it has strengthened the interest of states in securing a transparent taxation system. Any form of banking secrecy that is difficult to breach will always be in competition with this because it impedes the monitoring and supervision of taxable persons.As long as there exists a political interest in international cooperation in the exchange of data relevant to taxation, the restriction of bank secrecy will accompany the expansion of interstate administrative assistance agreements in the area of taxation.This raises the question of the extent to which Austrian bank secrecy has already been breached and what consequences will arise from this for Austrian authorities and courts. In order to answer this, we need to distinguish between purely domestic and international issues.In the context of this study, the degree of the breaching of banking secrecy will be outlined on the basis of current EU-law, multilateral, bilateral and unilateral sources of law in relation to the criminal code for tax offences.