Titelaufnahme

Titel
Vom realen Ereignis über die konstruierte Nachricht zum "Masseneremiten" : zur Produktion und Rezeption medialer Botschaften im Lichte authentischer und ideologisierter Expressivität / Maria Dietrich
Verfasser/ VerfasserinDietrich, Maria
Begutachter / BegutachterinAcham Karl ; Prisching Manfred
Erschienen2011
Umfang301 S. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Massenmedien / Textproduktion / Rezeption / Wirklichkeit / Massenmedien / Textproduktion / Rezeption / Wirklichkeit / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-24936 Persistent Identifier (URN)
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Vom realen Ereignis über die konstruierte Nachricht zum "Masseneremiten" [5.41 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der rhetorischen Frage auseinander: ?Wie wirklich ist die medial vermittelte Wirklichkeit?? Die viel verbreitete Theorie konzentriert sich oft ausschließlich auf Produktions- oder auf die Rezeptionsseite. Diese Arbeit stellt den Reigen der massenmedialen Realitätsvermittlung auch als solchen dar. Die einzelnen Schritte des Weges, vom realen Ereignis bis hin zum Rezipienten, werden kritisch erörtert. Die Basis liefert eine eigens entwickelte Prozessskizze. Die Beleuchtung mündet in das Gedankenexperiment, ob TV-Journalisten als Expressionisten bezeichnet werden können. Die Rolle von Sender und Empfänger hat sich aufgeweicht. Die Rezipienten werden auch zu Produzenten und probieren sich selbst in Inszenierung. In der vorliegenden Arbeit wird die Idee der ?Medienaffinität? verfolgt. Diese definiert sich durch den vermehrten Gebrauch von Kommunikationsmitteln, die die Möglichkeit des emanzipatorischen Gebrauchs eröffnen. Damit stellt die vorliegende Arbeit die Frage, ob Medienaffinität die Sensibilität gegenüber Inszenierung und unverhältnismäßiger Berichterstattung fördert. Dazu wurden zwei TV-Nachrichtenbeiträge analysiert, welche einer Gruppe Jugendlicher vorgespielt wurde, die vor und nach Konsum der Beiträge mittels Fragebogen interviewt wurden. Für diese Analyse der Beiträge wurde in Anlehnung an semiotische Bildanalyse ein Raster entwickelt. Die Befragung zeigt: Mäßig medienaffine Personen evaluieren TV-Nachrichten tendenziell positiver, als jene mit erhöhter Medienaffinität. Inhalte der vorgespielten Nachrichtenbeiträge werden großteils unkritisch übernommen, vor allem, wenn die Involviertheit hoch ist. Vertrautheit mit einem Medium begünstigt kritische Wahrnehmung. Bei der Produktion der Beiträge wurden ästhetisch-expressive Stilmittel im Sinne der kinematographischen Handlung eingesetzt. Dadurch wird der Beitrag ? trotz mangelnder inhaltlicher Qualität ? schlüssig. Und: Filmische Expressivität lässt sich nicht vermeiden.

Zusammenfassung (Englisch)

The thesis deals with a kind of rhetoric question: How real is broadcasted reality? Most of the recent publications focus either on the production or on the recipient. This thesis shows the communication by mass media as a kind of ring. Every step on the way from the real event toward the recipient is discussed by a critical comment. A flowchart marks the base for that part of the thesis and ends in the idea wheater TV-journalists are a kind of expressionists or not. In the age of internet, the roles of sender and recipient are not the same anymore. Recipients become producers or broadcasters and try to stage reality as well. From this point of view the idea of ?media affinity? is followed-up. Media affinity itself is defined with the use of media which offers the opportunity of interactive exchange, which is called emancipated use. The question is: Does the sensibility for news-induced manipulation and incomplete presentations of reality increases with media affinity? For that reason two TV-news have been analysed. The news-stories have been shown to several pupils. They fulfilled a questionnaire before and after watching the news. For a prior analysis of the TV-news the author created a scheme for film-analyses. The survey shows: In general people with low media affinity evaluate TV-news slightly more positive than those who have high media affinity. Moreover, teenagers resume the content uncritically, especially when they feel some kind of emotional connection. But one can say, that when recipients are familiar with the use of TV-broadcasts, they critically question the content. Furthermore, the analysis shows that aesthetic-expressionistic elements are used to create and to underline the message of the news. However, the message suffers from low journalistic quality, it is coherent. It is easy to follow the content, although the news story is not representative for the complex theme. Finally, it is not possible to avoid cinematographic expressionism in TV-news.