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Title
Rollenspiele in der Dolmetschausbildung : Bewusstmachen der Rolle von DolmetscherInnen am Beispiel SprecherInnenwechsel und Gesprächsüberlappung / vorgelegt von Claudia Bergles
Additional Titles
Roleplay in interpreter training. Making students aware of the interpreter's role: the example of turntaking and simultaneous talk.
AuthorBergles, Claudia
CensorGrbic Nadja
Published2011
Description117, XXXII Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM ; Ill.
Institutional NoteGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Zsfassung in engl. Sprache
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (GND)Dolmetscher / Ausbildung / Rollenspiel / Sprecherwechsel / Dolmetscher / Ausbildung / Rollenspiel / Sprecherwechsel / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-24852 Persistent Identifier (URN)
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Rollenspiele in der Dolmetschausbildung [1.25 mb]
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Abstract (German)

Da Dolmetschunterricht über lange Jahre auf das Konferenzdolmetschen fokussierte, wurde bislang in der Dolmetschdidaktik viel zu selten auf die Rolle von DolmetscherInnen im SprecherInnenwechsel bei gedolmetschten Interaktionen eingegangen, der anderen Regeln unterliegt als im einsprachigen Diskurs. SprecherInnenwechsel wird u. a. von kulturellen, sprachlichen und persönlichen Faktoren beeinflusst, was dazu führt, dass SprecherInnen unterschiedlicher Herkunft unterschiedliches Gesprächsverhalten an den Tag legen. Die Rolle von DolmetscherInnen besteht also darin, einerseits zwischen verschiedenen SprecherInnenwechsel-Systemen zu vermitteln und andererseits dafür zu sorgen, dass die besonderen Regeln, die für den gedolmetschten Diskurs gelten, eingehalten werden. Dies verlangt nicht selten ein aktives Eingreifen seitens der DolmetscherInnen in den Gesprächsverlauf.In der vorliegenden Arbeit wird davon ausgegangen, dass Studierende beim Gesprächsdolmetschen Probleme mit dem SprecherInnenwechsel haben, wenn sie unvorbereitet damit konfrontiert werden. Dies wird mit Hilfe einer empirischen Studie bewiesen. Da es sich um ein umfangreiches Gebiet handelt, wird der Fokus in der vorliegenden Untersuchung auf einen Teilbereich ? die Rolle von DolmetscherInnen bei gleichzeitiger Rede ? gelegt.Im Dezember 2010 wurde in der Lehrveranstaltung Gesprächsdolmetschen Französisch mit vierzehn Studierenden die Untersuchung in Form eines Rollenspiel-Experiments durchgeführt. Bei der Analyse zeigte sich, dass die Studierenden insbesondere bei Überlappungen von Gesprächsbeiträgen der primären AkteurInnen überfordert sind. Sie greifen kaum in den Gesprächsverlauf ein und nützen nur einen Bruchteil der laut Cynthia B. Roy (2000a) und Deborah Tannen (1994) vorhandenen Möglichkeiten. Statt dessen versuchen sie hauptsächlich, sich so gut als möglich mit der gegebenen Situation zu arrangieren.

Abstract (English)

For many years, interpreter training has focused on conference interpreting. For this reason teaching methods rarely dealt with the interpreter?s role in the turntaking of an interpreted discourse, which follows different rules than in monolingual conversations. Furthermore, turntaking is influenced by various factors, such as culture, language and personality of the speakers, which leads to different conversational behaviour in speakers of different origins. The role of interpreters in face-to-face interactions therefore includes mediating between different turntaking systems and assuring the adherence to the special rules of interpreted discourse. Often, this role requires of the interpreter to actively intervene in the communication.The hypothesis on which this paper is based is the following: in an interpreted conversation, interpreting students have problems when they have to deal with turntaking phenomena if they are confronted with them without preparation. An empirical study was conducted to test this hypothesis. The investigation focuses on one feature only, simultaneous talk, due to the large extent of the area of turntaking.In December 2010, a role play experiment with 14 students was carried out in a french liaison interpreting class. The analysis showed that the students found it difficult to deal with the primary speakers talking simultaneously. Student interpreters rarely actively intervened in the communication and only used a small number of the possible strategies identified by Cynthia B. Roy (2000a) and Deborah Tannen (1994). Instead the students tried to cope with the situation and developed their strategies during their roleplays, adapting them to the capacities of the primary speakers.

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