Titelaufnahme

Titel
Der Internationale Währungsfonds : eine kritische Betrachtung des Washington Consensus und der Auswirkungen der Strukturanpassungsprogramme auf Mosambik / Lena Bader
Verfasser/ VerfasserinBader, Lena
Begutachter / BegutachterinKurz Heinz-Dieter
Erschienen2011
Umfang113 Bl. : Zsfassung ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
SchlagwörterMoçambique / Internationaler Währungsfonds / Moçambique / Internationaler Währungsfonds / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-24836 Persistent Identifier (URN)
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Der Internationale Währungsfonds [1.15 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das afrikanische Land Mosambik befindet sich trotz jahrelanger internationaler Hilfe und mittlerweile auch andauernder politischer Stabilität nach wie vor in einem sehr schlechten wirtschaftlichen Zustand. Ökonomische Kennzahlen wie das Bruttoinlandsprodukt, das Leistungsbilanzdefizit oder die Reihung nach dem Human Development Index lassen darauf schließen, dass sich die Situation in absehbarer Zeit nicht verändern wird. Vielerorts werden Stimmen laut, dass die Handlungsweise des Internationalen Währungsfonds (IWF) Mitschuld an dem aktuellen Zustand des Landes hat.Die vorliegende wissenschaftliche Arbeit soll einerseits die Arbeits- und Wirkungsweise des Fonds genauer durchleuchten und andererseits die Effekte der vom IWF auferlegten Programme auf Mosambik untersuchen.Im Mittelpunkt des ersten Teils steht eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Washington Consensus. Auf diesen zehn wirtschaftspolitischen Empfehlungen bauen die Strukturanpassungsprogramme auf, welche der IWF jenen Ländern auferlegt, die Kredite von ihm benötigen. Hier werden sowohl die Mängel dieser ?one-size-fits-all?-Strategie aufgezeigt, als auch alternative Lösungsansätze vorgelegt. Neben dem Washington Consensus werden noch die Organisation sowie die Quoten- und Stimmrechtverteilung angeführt und kritisch betrachtet.Nach einem Rückblick auf die Entwicklung des afrikanischen Landes im 19. Jahrhundert wird im Folgenden aufgezeigt, welche ? in erster Linie ? negativen Auswirkungen die Maßnahmen des Fonds nach sich zogen, beispielsweise die enorm verschlechterte Situation der öffentlichen Angestellten oder die mangelhaft durchgeführte Privatisierung. Weiters werden Denkansätze geliefert, in welche Richtung die Entwicklung des Landes hätte gehen können. Die Frage bleibt offen wo Mosambik heute stehen würde, hätte es keine Hilfe vom Internationalen Währungsfonds beansprucht und wäre demnach abseits der neoliberalen wirtschaftspolitischen Weisungen des Fonds seinen Weg gegangen.

Zusammenfassung (Englisch)

The African country Mozambique is, despite of years with international Aid and continuous political stability, one of the poorest countries in the world. Economic data like the GDP, the current account deficit or the position within the Human-Development-Index-Ranking doesn?t give hope to an early change of the situation. From many different sides, you hear that maybe the acting of the International Monetary Fund (IMF) is responsible for the actual state of the country too.This thesis will look at the method of operation of the IMF in the first part and showing how the programs of the IMF affected Mozambique in the second part.The first part deals with a critical analysis of the Washington Consensus. These ten economic recommendations are the background for the structural adjustment programs, which the IMF imposes on these countries, that needs loans from the Fund. The following chapter will show the shortcomings of this ?one-size-fits-all? policy and provide some different approaches. Beside the crucial analysis of the Washington Consensus there should also be a look on the organization, the share of quotas and the voting power of the IMF.The second part starts with a review of the development of Mozambique in the last century. It continues with showing the ? mostly ? negative aftermath of the programs of the Fund for Mozambique. For example the really bad situation of the public servants or the side effects of the privatization. This part concludes with offering alternative approaches for what could have been done. The question in what condition the country would be if it hadn?t agreed the structural adjustment programs of the IMF and therefore had developed apart from the neoliberal politics of the International Monetary Fund, remains unanswered.