Titelaufnahme

Titel
Der Overconfidence Bias unter besonderer Berücksichtigung von Geschlechterunterschieden in der Handelsaktivität / Christina Ragossnig
Verfasser/ VerfasserinRagossnig, Christina
Begutachter / BegutachterinFischer Edwin
Erschienen2011
Umfang86 Bl. : Zsfassung ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Anlageverhalten / Geschlechtsunterschied / Anlageverhalten / Geschlechtsunterschied / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-24764 Persistent Identifier (URN)
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Der Overconfidence Bias unter besonderer Berücksichtigung von Geschlechterunterschieden in der Handelsaktivität [1.38 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Auf der individuellen Anlegerebene beschäftigt sich Behavioral Finance mit Verhaltensanomalien, also Verzerrungen in der Wahrnehmung und Verarbeitung von Informationen sowie darauf basierenden Entscheidungen. Overconfidence als eine Art zentraler Knotenpunkt ist hierbei von zentraler Bedeutung. Sowohl die möglichen Ursachen von Overconfidence, als auch die möglichen Auswirkungen auf das individuelle Anlegerverhalten sind vielfältig. Insbesondere aggressives, übermäßiges Handeln wird als direkte Auswirkung von Overconfidence gesehen. Teilweise konnten Unterschiede in der Overconfidence von Frauen und Männern nachgewiesen werden. Frauen sind demnach beispielsweise speziell in männerdominierten Aufgabenbereichen weniger overconfident als Männer. Einige Studien belegen zudem, dass Männer overconfidenter sind als Frauen, daher eine verstärkte Handelsaktivität aufweisen und so im Vergleich eine schlechtere Performance erzielen. Im Rahmen dieser Arbeit wird insbesondere versucht die Forschungsfragen ?Welche Verhaltensanomalien tragen zur Entstehung von Overconfidence bei?? und ?Was sind die Auswirkungen von Overconfidence auf die Handelsaktivität von Frauen und Männern, gibt es Unterschiede?? zu beantworten. Es wird deutlich, dass die Ursachen von Overconfidence äußerst vielfältig und auf Grund des Zusammenwirkens unterschiedlicher menschlicher Verhaltensanomalien nicht eindeutig definierbar sind. Die zweite Forschungsfrage kann nicht eindeutig beantwortet werden. Es gibt Anzeichen, dass Frauen weniger overconfident sind und daher eine geringere Handelsaktivität und somit geringere Verluste aufweisen als Männer. Die in dieser Arbeit behandelten Studien kommen jedoch nicht zuletzt auf Grund ihrer unterschiedlichen Methodik zu widersprüchlichen Ergebnissen. Im Bereich des Forschungsfelds Overconfidence mit speziellem Fokus auf Geschlechterunterschieden gibt es somit insbesondere im finanzwirtschaftlichen Kontext noch einige unbeantwortete Fragen.

Zusammenfassung (Englisch)

The overconfidence bias is a very robust phenomenon that affects most of us. Although there are many facets of overconfidence it can generally be regarded as an overestimation of the precision of one?s own knowledge. In the finance literature it implies an underestimation of the variance of variables that are random. This thesis tries to answer the following questions: ?Which anomalies in human behaviour can lead to overconfidence?? ?What are the effects of overconfidence on the trading activity of women and men? Are there any differences?? The origins of overconfidence as well as the consequences, especially on individual investors, are various and not clearly defined. The explanations seem to overlap and also depend on the context in which overconfidence is examined. Some of the many negative consequences of overconfidence are highlighted in this thesis. A broad range of studies shows that at the individual level overconfidence leads to excessive trading activity and greater losses than a rational investor would incur. The assumption that women in general are less overconfident than men is corroborated in this thesis. However, the gender differences are not that clear in the field of finance. The hypothesis that women significantly differ from men in their level of overconfidence and therefore trade less, which makes them lose less, cannot be significantly corroborated. Reasons for the differing results of the studies presented in this thesis may be differences in the design of the study or the data set. To give a precise answer to the question, whether women are less overconfident than men and therefore trade less excessively, further research is needed.