Titelaufnahme

Titel
The perception of closure in chord progressions / vorgelegt von Stéphanie Lüders
Verfasser/ VerfasserinLüders, Stéphanie
Begutachter / BegutachterinParncutt Richard
Erschienen2011
Umfang74 Bl. : Zsfassung ; graph. Darst., Notenbeisp.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in dt. u. engl. Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Akkord / Akkord / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-24658 Persistent Identifier (URN)
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The perception of closure in chord progressions [2.51 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Fallende Quinten und Quarten zwischen den Grundtönen aufeinanderfolgender Akkorde sind die am häufigsten gebrauchten Intervalle in der westlichen Musik. Sogar zu Zeiten von Palestrina (ca. 1515-1594) waren diese fallenden Intervalle beliebt obwohl es damals keine Lehre über Musiktheorie gab wie sie heute unterrichtet wird. Experimente haben gezeigt, dass Zuhörer fallende Quinten im Vergleich zu fallenden Quarten in der Schlusswirkung bevorzugen (Eberlein 1994). Das Ziel dieser Arbeit ist dies in einem weiteren Experiment zu überprüfen und es werden Erklärungen für diese Beobachtungen angestrebt. In dieser Arbeit geht es um die Wahrnehmung der Schlusswirkung bei Akkordfolgen. Aus den synthetisch erzeugten Klängen wurden 70 Versuchspersonen 96 Akkordfolgen von jeweils zwei aufeinander folgenden Akkorden vorgespielt. Es gab 48 verschiedene Akkordkombinationen, die zweimal durchgespielt wurden, jedoch in zufälliger Reihenfolge. Die Akkorde bestanden aus Dur- und Molldreiklängen. Die Versuchspersonen stellten sich vor, dass die gehörten Akkorde das Ende eines Musikstücks darstellen. In diesem Sinne mussten die Versuchspersonen die Schlusswirkung dieser beiden Akkorde bewerten. Es wurde angenommen, dass die Versuchspersonen fallenden Quinten eine höhere Schlusswirkung zuordnen als fallenden Quarten. Insgesamt wurde herausgefunden, dass fallende Quinten eine größere Schlusswirkung haben als fallende Quarten. Dies gilt allerdings nur für die Akkordfolgen ?Dur-Moll? und ?Dur-Dur?. Eine mögliche Erklärung dafür wäre, dass die Dominante meistens in Dur steht und die Tonika meistens in Dur oder in Moll steht. Dies ist vermutlich auf Aspekte der Vertrautheit zurückzuführen und würde bestätigen, dass vertraute Akkordfolgen größere Schlusswirkung haben.

Zusammenfassung (Englisch)

Falling fifths are more common than falling fourths in western music. Even in the music of Palestrina those falling fifths between successive chord roots were more common than rising fifths. This tendency was larger in the 18th century (Eberlein). The goal of this thesis is to investigate the role of rising and falling fifths between chord roots in the perception of closure. There is no widely accepted theory for this asymmetry. This paper examines the perception of closure of cadential chord progressions. 70 participants listened to 96 chord pairs made of synthetically generated sounds. There were 48 different combinations that were played twice but in random order. Each chord was either a major or a minor triad. The test persons were asked to imagine that the heard chords represented the end of a piece of music. The participants were then asked to rate the closure. The prediction was that the test persons would rate the closing effect of falling fifths higher than of falling fourths. The hypothesis was confirmed for the chord combinations major-minor and major-major. A possible explanation was that the dominant chord is mostly major and the tonic chord can be major or minor. A possible explanation could be that the participants responded on the basis of familiarity. A chord progression sounds final if it?s often heard at the end of a piece.