Titelaufnahme

Titel
Jüdisches Leben in Graz : Alltag, Gemeinschaft und Selbstverständnis / vorgelegt von Dominik Knes
Weitere Titel
Jewish life in Graz. Everday-life, community and self-concepts
Verfasser/ VerfasserinKnes, Dominik
Begutachter / BegutachterinRolshoven Johanna
Erschienen2011
Umfang94 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Graz / Juden / Alltag / Graz / Juden / Alltag / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-24574 Persistent Identifier (URN)
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Jüdisches Leben in Graz [1.1 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Graz wurde zu Beginn des zweiten Weltkrieges für ?judenfrei? erklärt. Sämtliches jüdisches Leben (Menschen, Gebäude, Symbole) wurde vernichtet. Heute leben insgesamt wieder 100 Jüdinnen und Juden in Graz, wovon ca. 15 Prozent religiös sind. Doch das jüdische Leben hat sich völlig umstrukturieren müssen und ist nicht mehr mit jenem der damaligen Gemeinde vergleichbar. Es wurde im Zuge dieser Forschung ersichtlich, dass die heutige Gemeinde eine eigene Dynamik entwickelt hat. Es gibt einen sehr engagierten ?Kern?, der das jüdische Leben vorantreibt und versucht sein Fortbestehen zu sichern. Durch vielerlei Einschränkungen, die das Leben in Graz für religiöse Jüdinnen und Juden mit sich bringt (es gibt z.B. keine koscheren Lebensmittelgeschäfte), musste eine spezielle ?Art? entwickelt werden, um in der Stadt leben zu können. Diese hat ihre eigenen Regeln, Wege und Strukturen geformt. Auch Lebensstile wurden im Zuge der Forschung näher betrachtet. Es war festzustellen, dass sich einige Attribute ganz besonders hervorhoben und ?verdichteten?: Ein hohes Maß an Mobilität sowie ein gewisses Maß an ?Rastlosigkeit? scheinen tief in das Muster ?jüdischer Lebensstile? eingewoben zu sein. Im zweiten Forschungsteil der Arbeit werden Selbst- und Fremdbilder der Interviewten betrachtet. Es scheint, dass vor allem Fremdbilder das Selbstbild beeinflussen und es oft zu einer unbewussten Anpassung oder einer starken Rebellion gegen Zuschreibungen (u.a. ?Klischees?) kommt. Resümierend kann festgehalten werden, dass ?das Jüdische?, im Hinblick auf Handlungsmuster, Deutungsmuster und Wertvorstellungen Teil des Habitus? wurde. Dieser Einfluss des ?Jüdischen? lässt sich im bisherigen ?Lebenslauf? der Interviewten, aber auch in den ganz alltäglichen Lebensweisen ausmachen und ist, meist unbewusst, zu einem wichtigen Inhalt des Lebens, ja für manche vielleicht sogar zum ?Lebensinhalt? geworden.

Zusammenfassung (Englisch)

Shortly before the beginning of World War II Graz was pronounced ?judenfrei? (freed of Jews). Jewish life was completely annihilated. Today there are 100 Jews living in Graz, 15 percent are religious. But the Jewish community is entirely restructured and not comparable with the community before the war. During the research for this thesis it emerged that today?s Jewish community in Graz has developed it?s very own dynamic. A few committed people are keeping the communal-life running. They are putting a lot of effort in protecting the Jewry in Graz and try to foster its development. Due to the fact that a religious Jewish lifestyle is very limited through various circumstances in Graz - the absence of kosher stores is just one example- Jews had to create their own way to have an acceptable life. This ?modified way? has its own rules and structures.Another focus of this research was lifestyles (in other words: ?Ways of Life?). On researching the different lifestyles a few congruent attributes were emerging: ?Restlessness? and ?mobility? can be mentioned at this point. The second part of this study is based on ?self-images? and ?outside-images?. It occurs that outside-images (how people from ?outside? see Jewish people) have a tremendous impact on self-images. As a result of that it very often comes to a rebellion against images and stereotypes. At the same time others tend to adapt ascriptions. Summing up it appears that ?the Jewish background? has become a significant part of the habitus ? whether the Jews are religious or not, the impact is obvious. This influence begins to show by looking on the individual ?resumes? but also in the ?common-lives?. The Jewish background has become ? mostly unconsciously ? a very important life content, for some even the life content.

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