Titelaufnahme

Titel
SMS-Die Beschreibung einer Varietät. Eine Korpusbasierte Analyse französischsprachiger Textnachrichten
Weitere Titel
SMS-Die Beschreibung einer Varietät. Eine Korpusbasierte Analyse französischsprachiger Textnachrichten
Verfasser/ VerfasserinGranitzer, Nicole
Begutachter / BegutachterinSchneider, Stefan
ErschienenGraz, 2017
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2017
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-117484 Persistent Identifier (URN)
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SMS-Die Beschreibung einer Varietät. Eine Korpusbasierte Analyse französischsprachiger Textnachrichten [1.2 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Ziel dieser Arbeit besteht darin, einen umfassenden Überblick über das Schreibverhalten der französischsprachigen SMSer zu geben und dadurch die gestellten Forschungsfragen zu beantworten. Dazu zählt die Frage, ob Textnachrichten eine ‚eigene Sprache‘ darstellen. Außerdem soll gezeigt werden, ob sie schriftlicher oder mündlicher Natur sind, was allgemein ein sehr umstrittenes Thema in der Literatur ist. Zudem tut sich die Frage auf, ob Faktoren wie Kürze auch heute, im technischen Zeitalter, nach wie vor eine Rolle spielen. Anhand der Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass Textnachrichten keine mündliche Sprache darstellen. Es handelt sich um medial-schriftliche und konzeptionell-mündliche Texte, die quasi-synchron übermittelt werden und gewisse Merkmale der Nähekommunikation aufweisen. Gleichzeitig kann daher von einer am Mündlichen orientierten Varietät der geschriebenen Sprache gesprochen werden. Inwiefern dies auf die SMS zutrifft konnte im Rahmen der Analyse zum größten Teil mithilfe des Korpus von Panckhurst et al. (2014) gezeigt werden. Dabei lässt sich beobachten, dass die Schreiber im Großen und Ganzen auf vier Hauptstrategien zurückgreifen: das Ersetzen und das Verkürzen von Zeichen oder Lauten sowie das Auslassen und nicht zuletzt das Hinzufügen von Zeichen. Innerhalb dieser verwenden die SMSer verschiedene Operationen, die sie zum jeweiligen Ziel führen. Unter Betrachtung der Schreibstrategien kann auch eine Aussage über die Motivation der Verfasser gemacht werden. So lässt sich beobachten, dass die ursprüngliche Hauptintention der Sprachökonomie (Sparen von Zeichen und Zeit) bedingt durch ihre Automatisierung zwar noch eine Rolle spielt, allerdings andere Komponenten wie Effektivität, Expressivität sowie Schock und Style durch Formenvielfalt mindestens genauso bedeutend, wenn nicht sogar wichtiger sind.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this thesis is to provide a comprehensive overview of the writing strategies of French texters in order to answer the main questions of the study: First of, if SMS can be considered as its own language. Second, the findings demonstrate if text messages are written or spoken, which, in this field, is a very disputed issue in general. Besides it has to be questioned if, nowadays, living in the digital age, the thought of economizing signs and time is still in the mind of writers. The results of the corpus analysis demonstrate that SMS cannot be defined as a spoken language. They should rather be considered as medially-written and conceptually-spoken texts that are transmitted in a quasi-synchronous way and show certain characteristics of near-distance-communication. At the same time they can be seen as a variety of a written language with a strong oral influence. In order to show how these findings occur within SMS, the data of Panckhurst et al. (2014) was empirically analyzed. The overall results of this study show that texters use four major strategies: the substitution or reduction of sounds and signs as well as the deletion or addition of signs. Within those strategies, writers use different operations that lead them to reach those goals. A closer look at the strategies of writing proves that the original major thought of economizing signs and time has meanwhile been automated. It still seems to be one of the key elements in texting. Although other factors like effectivity, expression as well as shock and style through the variation of forms are likely as essential, if not more so.