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Title
Die außerordentlichen Rechtsmittel gegen rechtkräftige Verwaltungsakte im Vergleich Österreich / Deutschland
Additional Titles
Extraordinary legal remedies against administrative acts in Austria and Germany
AuthorTschreppl, Yvonne
CensorFerz, Sascha
PublishedGraz, 19.02.2017
DescriptionVI, 102 Blätter : Zusammenfassung (1 Blatt)
Institutional NoteKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2017
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (GND)Österreich / Deutschland / Verwaltungsakt / Verwaltungsrecht
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-117430 Persistent Identifier (URN)
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Die außerordentlichen Rechtsmittel gegen rechtkräftige Verwaltungsakte im Vergleich Österreich [1.44 mb]
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Abstract (German)

Das österreichische und deutsche Verwaltungsrecht sind sich in etlichen Komponenten sehr ähnlich. In der Arbeit werden dennoch bestehende Unterschiede herausgearbeitet. Wichtigstes Element ist hier und dort der Verwaltungsakt. Beide Rechtsordnungen knüpfen die Qualifikation als solchen an strenge Voraussetzungen. Erst wenn diese erfüllt sind, kann in weiterer Folge, bei Vorhandensein spezieller Merkmale, von einem Bescheid gesprochen werden. Die Gesetze beider Staaten enthalten diesbezüglich keine Legaldefinition. Wurde ein nicht zufriedenstellender Bescheid erlassen, kann der Betroffene zunächst versuchen, ihn mit den offenstehenden, ordentlichen Rechtsmitteln, zu bekämpfen. Nach Ausschöpfung des administrativen Instanzenzugs, kann er sich in der Rechtssache danach auch an die Verwaltungsgerichte wenden. Im Laufe des Verfahrens, kann ein Bescheid aus den unterschiedlichsten Gründen rechts-bzw bestandskräftig werden. Dieser Umstand führt dazu, dass der Akt nur mehr sehr schwer bekämpft werden kann. Trotzdem bieten beide Rechtsordnungen mehrere Möglichkeiten, dies zu tun. Der Betroffene hat sich hier der zur Verfügung stehenden, ordentlichen Rechtsmittel zu bedienen. Die Voraussetzungen, an welche ihr Erfolg geknüpft wird, sind in den beiden Rechtsordnungen teils ähnlich, teils aber auch sehr unterschiedlich ausgestaltet und stellen das zentrale Thema der Arbeit dar. Beide erlauben, dass ein Verwaltungsakt, der bereits Rechts-bzw Bestandskraft erlangt hat, von Amts wegen beseitigt werden kann. Das österreichische Recht regelt diese Möglichkeit in § 68 AVG, das deutsche in §§ 48, 49 VwVfG. Außerdem ist eine Wiederaufnahme des Verfahrens im administrativen Verfahren möglich. Das AVG regelt dies in seinem § 69, der deutsche Gesetzgeber in § 51 VwVfG und spricht von einem Wiederaufgreifen. Auch im Laufe des gerichtlichen Verfahrens, kann das Verfahren wieder aufgenommen werden.

Abstract (English)

The Austrian and German administrative law are similar in several aspects. Nevertheless the thesis focuses on existing differences. Here and there, the most important element is the administrative act. Both legal systems have strict requirements to qualify as such. Only if these requirements are met, we can subsequently and if certain criteria are prevalent talk about a notification. The laws of both states do not contain any legal definition. In case a non-satisfying decision has been enacted, the person concerned has the option to fight against it with ordinary remedies. After exhaustion of the administrative appeal stages the Higher Administrative Court can be entrusted with the legal matter. In the course of the lawsuit a decision can become legally binding and definitive due to different reasons. This circumstance leads to the fact that the file is very difficult to combat. Both legal systems, however, offer several opportunities to do so. The aggrieved person can use any available ordinary remedy. The requirements which are connected with the success are partly similar in both legal systems partly, however, quite different which form the main focus of the thesis. Both enable an administrative act which has already reached validity and non-appealability to be abated ex officio. The Austrian law regulates this option in § 68 AVG, the German in §§ 48, 49 VwVfG. Furthermore a revision of the lawsuit is possible. The AVG regulates this in §69, the German legislative authority in §51 VwVfG and talks of a revisit. A lawsuit can also be revised in the course of judicial proceedings. The Austrian law regulates extraordinary remedies which are necessary in §32 VwGVG, the German in § 153 VwGO.

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