Titelaufnahme

Titel
Alfred Quellmalz - Volksliedforschung in Südtirol 1940-1942
Weitere Titel
Alfred Quellmalz - Research in folk songs in South Tyrol (1940-42)
Verfasser/ VerfasserinMair, Julia
Begutachter / BegutachterinWalter, Michael
ErschienenGraz, 2017
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2017
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-117409 Persistent Identifier (URN)
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Alfred Quellmalz - Volksliedforschung in Südtirol 1940-1942 [0.57 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den vom deutschen Musikwissenschaftler Alfred Quellmalz (1899-1979) in Südtirol durchgeführten Feldforschungen im Bereich Volkslied und Volksmusik, welche von 1940 bis 1942 im Auftrag der nationalsozialistischen Organisation 'Ahnenerbe' durchgeführt wurden. Im ersten Teil der Arbeit richtet sich der Fokus auf Alfred Quellmalz' beruflichen Werdegang sowie auf die Entwicklung von Institutionen wie dem Deutschen Volksliedarchiv und dem Staatlichen Institut für Deutsche Musikforschung. Zudem wird der Aufbau der für die Forschungen in Südtirol bedeutsamen Abteilung II Volksmusik beleuchtet. In diesem Zusammenhang wird auch die Frage nach Quellmalz' politischer Gesinnung, die für die Kontextualisierung seiner Arbeit relevant ist, thematisiert. Ferner wird ein weiterer Fokus auf die Entwicklung und Organisation des 'Ahnenerbes' sowie der davon abzweigenden Kulturkommission gerichtet.In einem zweiten Teil der Arbeit wird die damalige Situation in Südtirol hinsichtlich Faschismus und Option beleuchtet; auch wird die Frage nach ähnlichen musikwissenschaftlich-ethnologischen Untersuchungen von faschistischer Seite her aufgeworfen, was für eine Kontextualisierung der 'Sammlung Quellmalz' unerlässlich ist. Der Aufbau der Südtiroler Kulturkommission sowie der Arbeitsgemeinschaft der Optanten wird ebenfalls erläutert. Der Fokus richtet sich in diesem Teil der Arbeit auch auf den Aufbau und die Entwicklung der Gruppe Volksmusik rund um Quellmalz sowie auf die beruflichen und politischen Hintergründe ihrer Mitarbeiter.Der dritte Teil der Arbeit widmet sich der Durchführung und den Resultaten der musikwissenschaftlichen Feldforschungen in Südtirol. Thematisiert werden auch Schwierigkeiten, die sich aus der Zusammenarbeit mit den faschistischen Behörden ergaben. Die Arbeit schließt mit der Frage nach der Rezeption und Bedeutung der 'Sammlung Quellmalz' für die Südtiroler Volksmusik nach 1945.

Zusammenfassung (Englisch)

This paper focuses on the field research in folk songs and folk music in South Tyrol carried out by the german musicologist Alfred Quellmalz (1899-1979) on behalf of the national socialist organisation 'Ahnenerbe' from 1940 to 1942. Besides Alfred Quellmalz' biography and career, the first part of the paper also presents the development of institutions such as the Deutsches Volksliedarchiv (German archive of folk songs) and the Institut für Deutsche Musikforschung (institute for German music research). Furthermore the structure of the Abteilung II Volksmusik (department of folk music), which was important for the research in South Tyrol, will be pointed out. In the same process the question of Quellmalz' political conviction, which is important for the contextualization of his work, will be answered too. Finally, this part of the paper focuses on the structure and the development of the 'Ahnenerbe' and the associated Kulturkommission.The second part of this paper aims at an outline of the situation in South Tyrol at that time regarding Fascism and the 'Option'. The question of similar research work carried out by the fascist regime will be answered too. In addition, the structure of the South Tyrolean Kulturkommission and the Arbeitsgemeinschaft der Optanten will be explained. Moreover, this part focuses on the structure and the development of the Gruppe Volksmusik conducted by Alfred Quellmalz and the political and professional backgrounds of its members.The third part of this paper is dedicated to the process of the musicological field research in South Tyrol and its results, as well as to the problems resulting from the cooperation with fascist authorities. The paper ends with an examination of the reception and the significance of the 'Sammlung Quellmalz' for the South Tyrolean folk music after 1945.