Titelaufnahme

Titel
Dolmetschen in Integrationsprojekten : empirische Fallstudie anhand des Projektes Talent-Scout der Firma Integra / vorgelegt von Sonja Meyer, BA
Weitere Titel
Interpreting in integration projects : case study of the project Talent-Scout by Integra
Verfasser/ VerfasserinMeyer, Sonja
Begutachter / BegutachterinKujamäki, Pekka
ErschienenGraz, 2017
Umfang127 Blätter : Zusammenfassungen (1 Blatt)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2017
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Flüchtling / Soziale Integration / Projekt / Kommunaldolmetschen
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-117367 Persistent Identifier (URN)
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Dolmetschen in Integrationsprojekten [1.7 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Gegenstand dieser Masterarbeit ist das Dolmetschen in Integrationsprojekten, das anhand des Fallbeispiels Talent-Scout der Firma Intergra gem. GmbH untersucht wird. Der Fokus der Analyse liegt auf dem Bedarf an DolmetscherInnen, deren Rolle sowie Problemen, zu denen es in diesem Setting kommt. Außerdem wird der Frage, wer in dem Projekt für welche Sprache als DolmetscherIn fungiert, nachgegangen. Den theoretischen Rahmen aus translationswissenschaftlicher Sicht bildet das Community Interpreting. Im Zentrum stehen hierbei die Definition, die Rolle der DolmetscherInnen sowie die Unterscheidung zwischen non-professionellem und professionellem Dolmetschen. Zur Beantwortung der Fragestellungen wurden mit zwei MitarbeiterInnen und einer Dolmetscherin im Projekt Leitfadeninterviews durchgeführt, die mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2010) ausgewertet wurden. Im Zuge der Studie wurden die Forschungsfragen von zwei Perspektiven aus beleuchtet. Einerseits vom Blickwinkel einer der DolmetscherInnen, andererseits von jenem der MitarbeiterInnen. Nach der Analyse konnte der Bedarf an DolmetscherInnen eindeutig bestätigt werden. In Bezug auf die Rolle lässt sich feststellen, dass die DolmetscherInnen aufgrund ihrer anderen Funktionen, die sie im Projekt haben, nicht als solche wahrgenommen werden. Als weitere Probleme werden auch, neben den Schwierigkeiten mit der Rolle, vor allem Zeitmangel, ungewohnte Nähe zwischen KlientInnen und DolmetscherInnen sowie Dolmetschsituationen in suboptimaler Umgebung ersichtlich. Im Allgemeinen sind sich die StudienteilnehmerInnen einig, dass es ohne die Dienste der DolmetscherInnen viel häufiger zu Missverständnissen gekommen wäre.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis investigates interpreting in integration projects with a focus on the case Talent-Scout of the Intergra gem. GmbH. The study focuses on the demand for interpreters, their role as well as problems that occur in this setting. Coupled with this, the study asks who functions as interpreter for which language within this project. The theoretical framework of this thesis is based on the field of Community Interpreting and focuses on the definition, the role of interpreters and the difference between non-professional and professional interpreting. In order to answer the research questions, guideline-based interviews were conducted with two project employees and one interpreter of the project. The collected data was then categorized by means of qualitative content analysis (Mayring 2010). The research questions were investigated from the perspective of the interpreters as well as from the employees. The analysis highlighted the demand for interpreters. As regards their role, the results illustrate that interpreters are not perceived as interpreters only due to their various functions in this project. In addition to the issue of role, other problems emerging from the interviews include the lack of time, the unusual proximity of the clients to interpreters as well as the suboptimal surroundings for interpretation. In general, the study participants agree that without the interpreting service much more misunderstandings would have occurred.