Titelaufnahme

Titel
Rassismus und Translation : zwei deutsche Übersetzungen von Mark Twains "Adventures of Huckleberry Finn" im Vergleich / vorgelegt von Sabrina Maria Bromann, BA
Weitere Titel
Racism and translation : a comparison of two German translations of Mark Twains "Adventures of Huckleberry Finn"
Verfasser/ VerfasserinBromann, Sabrina Maria
Begutachter / BegutachterinKujamäki, Pekka
ErschienenGraz, 2017
Umfang132 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2017
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Twain, Mark <The adventures of Huckleberry Finn> / Übersetzung / Deutsch / Geschichte 1946-2010
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-117315 Persistent Identifier (URN)
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Rassismus und Translation [1.82 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Mark Twains Werk "The Adventures of Huckleberry Finn" zählt zu den Klassikern der Weltliteratur. Als solcher musste sich der Roman aber auch jeder Menge Kritik aussetzen, unter anderem, dass er rassistischer Natur sei, weil in ihm das Wort „Nigger“ viel zu häufig vorkommt. In der vorliegenden Arbeit soll deshalb untersucht werden, wie Ethnophaulismen, also demütigende und herabwürdigende Volksgruppenbezeichnungen, in zwei deutschen Übersetzungen aus den Jahren 1946 und 2010 übersetzt wurden, ob sich hinter den Übersetzungsentscheidungen Normen feststellen lassen und ob sich diese Normen über die Jahrzehnte verändert haben. Dabei wird von der Hypothese ausgegangen, dass sich die Normen hinsichtlich der Übersetzung von Ethnophaulismen zwischen der Veröffentlichung der ersten hier untersuchten Übersetzung und der zweiten nicht verändert haben und dass die Übersetzer dem Ausgangstext treu geblieben sind. Um den Normen auf die Spur zu kommen, werden die von Andrew Chesterman und Gideon Toury vorgeschlagenen Translationsnormen zur Hilfe genommen. Die Analyse der Daten hat ergeben, dass beide Übersetzer dem Ausgangstext treu geblieben sind und dass sie die darin vorkommenden Ethnophaulismen bis auf wenige Ausnahmen mit ihrem deutschen Äquivalent übersetzt haben. Demnach scheint im Deutschen schon seit mehreren Jahrzehnten eine Norm unverändert vorherrschend zu sein, die besagt, dass Ethnophaulismen nicht durch neutrale Wörter abgeschwächt werden sollen.

Zusammenfassung (Englisch)

Mark Twains novel “The Adventures of Huckleberry Finn” is regarded as one of the classics of world literature. As such, it has also faced a lot of criticism. Among other things it has been accused of being racist in nature because of its frequent usage of the term “nigger”. This master thesis will therefore analyze how ethnophaulisms, i.e. humiliating and derogatory expressions which refer to another ethnic group, were translated in two German translations from the years 1946 and 2010. By doing this, the study analyzes if and how norms have influenced the translators decision making and if those norms have changed over the years. The study is based on the hypothesis that the norms governing the translation of ethnophaulisms during the time of publication of both translations under study have not changed and that the translators were faithful to the source text. The translation norms proposed by Andrew Chesterman and Gideon Toury are used as a conceptual basis for detecting these norms. The analysis has shown, that the translators were faithful to the source text and that they translated nearly all ethnophaulisms which are contained in the source text with their German equivalent. Accordingly, there seems to be a norm in German which has not been changing during the past couple of decades depicting that ethnophaulisms should not be softened through the usage of neutral words.