Titelaufnahme

Titel
Paternalismus im Kontext der persönlichen Autonomie als Ideal / vorgelegt von Maximilian Gössl
Verfasser/ VerfasserinGoessl, Maximilian
Begutachter / BegutachterinMeyer Lukas
Erschienen2010
Umfang109 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Paternalismus / Ethik / Paternalismus / Ethik / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-24483 Persistent Identifier (URN)
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Paternalismus im Kontext der persönlichen Autonomie als Ideal [0.54 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Ziel dieser Arbeit ist es, den Paternalismus vor dem Hintergrund einer liberalen Theorie zu analysieren. Dafür ist es notwendig zuerst einmal abzustecken, was Paternalismus ist. Im zweiten Schritt muss die Moraltheorie beschrieben werden, auf deren Basis paternalistisches Handeln gerechtfertigt werden kann. Aus der Definition des Paternalismus einerseits und der Beschreibung der Moraltheorie andererseits ergibt sich die Ausgangslage, aus der sich eine detaillierte Diskussion entwickeln kann. Dieser Grundstruktur folgend, befasst sich der erste Teil der Arbeit mit möglichen Definitionsvarianten des Paternalismus. Dabei wird versucht weitestgehend Abstand zu nehmen von diversen normativen Bewertungen. Es geht hier rein um die Abgrenzung der relevanten Sachverhalte. Der Grund dafür ist, dass jede normative Bewertung einer bestimmten Moraltheorie entspringt, die selbst wieder getrennt beurteilt werden sollte. Was als Paternalismus gilt, sollte aber nicht von solchen Überlegungen geprägt sein. Erst bei der Frage, unter welchen Umständen solche paternalistische Handlungsweisen rechtfertigbar sind, kommen Moraltheorien ins Spiel. Im Falle dieser Arbeit wird dabei auf die Theorie über persönliche Autonomie als Ideal von Joseph Raz zurückgegriffen, deren Beschreibung der zweite, thematische Teil dieser Arbeit gewidmet ist. Diese Theorie bildet das Fundament, auf dem sowohl die späteren Rechtfertigungen als auch die Absagen an paternalistisches Handeln basieren. Mit der Paternalismusdefinition und der eingeführten Moraltheorie von Raz sind die notwendigen Voraussetzungen für die Diskussion geschaffen. Der gesamte, letzte Teil der Arbeit ist der gezielten Auseinandersetzung mit einzelnen, einschlägigen Fragestellungen gewidmet. Es wird dabei untersucht, inwiefern sich paternalistische Aktivitäten rechtfertigen lassen, wenn man die persönliche Autonomie zu maximieren versucht, gleichzeitig aber unterstellen muss, dass es sich dabei um ein unerreichbares Ideal handelt.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this analysis is to discuss paternalism in respect to one selected liberal theory. To build a solid basis for a useful discussion, one ought to define primarily, what paternalism is. Once that is clear, the second step is to explain the moral theory applied to evaluate the different paternalistic problems at hand. Equipped with a clear cut definition of paternalism and a moral theory to start with, one is ready to take on the task of analyzing the legitimacy of paternalistic acts. Following this rough structure, the first part of this paper is dedicated to the definition of paternalism. Special emphasis is put on maintaining the definition free of normative evaluations. The goal is to find a clear description of the kind of acts, which are to be declared paternalistic, not a discussion whether if it is right or wrong to act this way. Any normative evaluation is bound to a certain moral theory, which is necessary for the discussion about the legitimacy of paternalistic behavior but not for the discussion about its definition. This ignorance on the normative aspect only lasts for the first part of the paper. In the following chapters the focus is explicitly put on the moral aspects. The theory of personal autonomy as an ideal by Joseph Raz is introduced as the underlying moral theory for the discussions ahead. The presentation of the most important concepts of this theory serves to give the reader an insight to the moral basis referred to in the upcoming analysis. By applying the moral theory on the cases which were earlier defined as paternalistic the basic scheme for the discussion is set out. The entire last part is dedicated to the analysis of a couple of critical questions that pro-paternalists have to face. In respect to the theory Raz proposes, the main difficulty is the tension between trying to maximize the personal autonomy on the one hand and having to admit that complete personal autonomy is an unachievable ideal at the other hand.