Titelaufnahme

Titel
Entwicklung von Integritytests : Konstruktion eines berufsbezogenen, eigenschaftsorientierten Verfahrens / Julia Jorinde Kugler
Verfasser/ VerfasserinKugler, Julia Jorinde
Begutachter / BegutachterinFink Andreas
Erschienen2010
Umfang77, [17] Bl. Anh. : Zsfassung ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Integrität / Arbeitsplatz / Personalauswahl / Test / Integrität / Arbeitsplatz / Personalauswahl / Test / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-24416 Persistent Identifier (URN)
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Entwicklung von Integritytests [0.59 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In der vorliegenden Arbeit wurde ein eigenschaftsorientierter Integritytest entwickelt, also ein Persönlichkeitstest, der für allgemeine Arbeitsleistung wichtige Eigenschaften misst. Für die Itemkonstruktion wurden elf Themenbereiche von Integrity aus der Literatur herangezogen. Um die Invasivität der Items zu minimieren, wurden wenn möglich Items mit Berufsbezug erstellt. Die Itemanalyse wurde an einer Stichprobe von 101 Personen vorgenommen. Auf Grund der Berufsorientierung der Items wurde für die testtheoretische Überprüfung nur die Teilstichprobe der Berufstätigen (n = 82) berücksichtigt.Durch eine Hauptkomponentenanalyse wurden fünf Komponenten (Umsichtigkeit, Pflichtbewusstsein, Strebsamkeit, Umgänglichkeit und Ausgeglichenheit) extrahiert. Der Test weist eine hohe Konsistenz sowohl auf der Gesamttestebene (? = .83) als auch auf der Ebene der Subskalen (? = .66? ? = .77) auf. Die Muster der Zusammenhänge mit Gewissenhaftigkeit, Verträglichkeit und Emotionaler Stabilität entsprechen den aus der Literatur bekannten Befunden. Die Werte dieser Korrelationen liegen jedoch etwas höher. Konsistent mit dem Stand der Forschung wurde kein Zusammenhang zwischen Intelligenz und der Gesamtskala oder den Subskalen gefunden. Gruppenunterschiede (Geschlecht, Alter) traten nur für die Skala Pflichtbewusstsein auf, hier erreichen Frauen höhere Werte als Männer.Insgesamt können die Ergebnisse als viel versprechend gewertet werden, es fehlen jedoch noch weiterführende Untersuchungen. Die Kriterienvalidierung steht noch aus, ebenso Erkenntnisse zu Manipulierbarkeit, Akzeptanz und wahrgenommener Invasivität des Verfahrens bei BewerberInnen. Bis dahin kann der Test nur zu Forschungszwecken eingesetzt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

In the present study a personality-based integrity test was constructed by considering eleven subject areas found in literature as a basis for the construction of items. To minimize the perceived invasiveness of the items, they were created with a job relation when possible. Item analyses were performed in a sample of 101 employed and non-employed persons. Due to the job relatedness of the items, only a subsample of 82 employed persons was considered in these analyses.The factor analysis (Principal Component Analysis) resulted in a test with 24 items comprising five different components (prudence, sense of duty, ambition, affability and balance). The scale displays high internal consistency at the level of the total scale (? = .83) and at the level of the subscales as well (? = .66 - ? = .77). The total scale and the subscales show patterns of correlations with conscientiousness, agreeableness and emotional stability, similarly to those typically reported in literature, but the size of correlations is somewhat higher. Consistent with previous research there is no correlation between the constructed integrity test and general mental ability. Group differences (tested for sex and age) were only found for sense of duty, where women score slightly higher than men.These first results are promising, but the most important question, i.e. the validity of the scale has still to be answered in future research. Criterion-related validity has to be examined, as well as fakabilty, invasiveness and acceptance by applicants. At the present state, the developed instrument can only be used for research purposes.