Titelaufnahme

Titel
Freiwillige Einkommensverwaltung / eingereicht von Renate Grain
Verfasser/ VerfasserinGrain, Renate Anna
Begutachter / BegutachterinPosch Willibald
Erschienen2011
UmfangVII, 67 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-24373 Persistent Identifier (URN)
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Freiwillige Einkommensverwaltung [3.19 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Freiwillige Einkommensverwaltung ist eine Betreuungsmaßnahme im Rahmen der Tätigkeit der Wohnungssicherungsstelle (WOG) der Caritas Graz. Ziel ist es, Klienten in ihren finanziellen Angelegenheiten zu unterstützen, sodass sie nicht aufgrund von (Miet-)Schulden ihre Wohnung verlieren. Freiwillige Einkommensverwaltung wird auch in der Schweiz erfolgreich angeboten. Dort wird für kooperative Klienten, die am Programm teilnehmen möchten, ein eigenes Konto auf deren Namen eingerichtet. Über dieses erfolgt die Verwaltung des Einkommens mittels Auftragsverhältnis. Dem Schweizer Modell steht die in Österreich für die Freiwillige Einkommensverwaltung angewandte Zession gegenüber. Hier gelangt durch eine Abtretungserklärung das gesamte Einkommen der betreuten Person auf ein Konto der WOG. Von diesem Konto werden die entsprechenden Zahlungen für die jeweiligen Klienten getätigt. Diese Methode hat zwar den Vorteil, dass die Klienten selbst nicht auf ihr Geld zugreifen können um es anderweitig auszugeben, noch bevor die Fixkosten abgedeckt sind, zum anderen schieben aber gesetzliche Abtretungsverbote (zB Existenzminimum) der Freiwillige Einkommensverwaltung rechtliche Schranken vor. So ist die Freiwillige Einkommensverwaltung wenig sinnvoll, wenn dem Betreuten ein Existenzminimum zu verbleiben hat, da das zu verwaltende Einkommen dieses Minimum meist kaum oder gar nicht übersteigt. Aus diesem Grund bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es einfacher ist, die Freiwillige Einkommensverwaltung ähnlich wie in der Schweiz auszugestalten. Schließt der Klient mit der WOG einen Bevollmächtigungsvertrag zur Verwaltung seines Einkommens ab, und eröffnet er ein Konto mit einer Zeichnungsberechtigung zugunsten seines Betreuers, sehe ich keine rechtlichen Hindernisse für einen reibungslosen Ablauf der Freiwilligen Einkommensverwaltung.

Zusammenfassung (Englisch)

Voluntary administration of income is a service provided by the flat protection department of the Caritas in Graz. The aim is to help people with their financial affairs to protect them of the loss of accommodation due to rent arrears and other debts. The service of voluntary administration of income is also provided in Switzerland. There, cooperative clients can become part of the program. They need to open an account at a local bank on their own name. The administration is based on a contract between client and welfare organization and is processed via the account. In Austria the voluntary administration of income is based on a cession agreement. The administration of the foreign income is processed via an administration account of the Caritas. On the one hand the advantage of this procedure is that clients cannot spend their money on other things before fixed costs are paid. On the other hand legal restrictions like cession bans (e. g. subsistence level) cause problems. According to the difficulties with cession bans I consider that the procedure used in Switzerland causes fewer problems. If the client signs a contract of authorization and opens an account including an authorization to sign for the caring employee, the voluntary administration of income can be organized much easier. This is why I recommend changing over the voluntary administration of income from cession agreement to authorization agreement in Austria.