Titelaufnahme

Titel
Die Auflösung der Privatstifung / vorgelegt von Ruth Wagner
Verfasser/ VerfasserinWagner, Ruth
Begutachter / BegutachterinNitsche Gunter
Erschienen2011
Umfang98 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Privatstiftung / Auflösung / Österreich / Privatstiftung / Auflösung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-24113 Persistent Identifier (URN)
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Die Auflösung der Privatstifung [0.83 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Diplomarbeit ?Die Auflösung der Privatstiftung? behandelt ungeklärte Rechtsfragen und Probleme, die bei der Auflösung der Privatstiftung auftreten - vor allem vor dem Hintergrund, dass der Stiftungsvorstand die Privatstiftung aufzulösen hat, wenn der Stiftungszweck nicht mehr erreichbar oder bereits erreicht ist und der Stifter daher im festzuschreibenden Stiftungszweck den Stifterwillen genau zum Ausdruck bringen muss, um böse Folgen zu vermeiden. Im Besonderen wird deshalb der Auflösungsgrund des § 35 Abs 2 Z 2 PSG behandelt, da dieser in der Literatur kaum behandelt wird.Auch bei der Diskussion über Selbstzweckstiftungen bleiben etliche Fragen bis dato unbeantwortet. Autoren sind sich noch immer nicht einig, ob eine Selbstzweckstiftung vom Firmenbuch gelöscht werden kann oder ob sie unter § 35 Abs 3 PSG fällt und demnach vom Gericht von Amts wegen aufgelöst werden muss, weil es sich um eine verbotene Tätigkeit iSd § 1 Abs 2 PSG handelt. Das Privatstiftungsrecht enthält Vorschriften über Gestaltungsrechte, die höchstpersönliche Rechte des Stifters darstellen. § 3 Abs 3 PSG bestimmt, dass Rechte des Stifters, die Privatstiftung zu gestalten, nicht auf die Rechtsnachfolger übergehen. Hier wird hinterfragt, ob diese Bestimmungen auch die gesetzliche und gewillkürte Stellvertretung bei der Änderung oder beim Widerruf der Privatstiftung durch den Stifter ausschließt. Größtes Augenmerk wird jedoch auf die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs vom 21.6.2007 (OGH 21.6.2007, 6 Ob 95/07z) gelegt. Der Gang des Verfahrens stößt auf größtes Unverständnis und weist Fehlentscheidungen auf. Einem Letztbegünstigten wird in einem Verfahren der Rechtsschutz versagt, weil er sich in einem anderen Verfahren nicht zur Wehr gesetzt hat, wobei ihm in letzterem Verfahren keine Parteistellung zukam. In der Diplomarbeit ?Die Auflösung der Privatstiftung? werden demnach Kernpunkte dieser sehr zu hinterfragenden Entscheidung kritisch beleuchtet.

Zusammenfassung (Englisch)

The PSG law, relating to private foundations, seems to be a real success story. On the 30th November 2009, 3240 private foundations were registered in the commercial register in Austria, but not everyone has chosen the right form of organization. This wrong choice often results in the dissolution the private foundation as an unavoidable consequence. The special characteristic of a private foundation is its fixed entity. Following formation of the organization as a private foundation its destiny is no longer in the hands of the founder. The documentation relating to the organizational change necessary to retain a level of flexibility, which enables the founder to retain a measure of control, demands careful preparation. With careful planning, the founder will be able to exert influence on the future events and direction of the private foundation. It is therefore of enormous importance that the organizational documentation of the private foundation is written with foresight so as to avoid, for example, the dissolution of the private foundation against the will of the founder. In this regard, the law poses a few questions which will be discussed in this diploma thesis. There will be particular focus on the reason for dissolution in the § 35 Abs 2 Z 2 PSG because this topic is not dealt with adequately in the literature. If the aim of the private foundation can no longer be achieved, or has already been, the foundation will have to be dissolved.Therefore an unfortunate formulation of the foundation aim can lead an undesired dissolution of the private foundation. In this case, it is the responsibility of the board of directors to issue a cogent enactment of dissolution. Particular attention will be paid to the decision of the final court of 21st June 2007. The direction of the court is far from clear and there has therefore been a considerable number of false decisions.