Titelaufnahme

Titel
Der Wahrscheinlichkeitsbegriff in den IFRS : eine kritische Analyse / Lukas Schlagnitweit
Verfasser/ VerfasserinSchlagnitweit, Lukas
Begutachter / BegutachterinKönigsmaier Heinz
Erschienen2011
UmfangIV, 70 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)International Financial Reporting Standards / Wahrscheinlichkeit / International Financial Reporting Standards / Wahrscheinlichkeit / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-23663 Persistent Identifier (URN)
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Der Wahrscheinlichkeitsbegriff in den IFRS [0.64 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Wahrscheinlichkeitsbegriffe spielen in der internationalen Rechnungslegung eine entscheidende Rolle. Es handelt sich dabei um unbestimmte Begriffe die versuchen, Sachverhalte die ihren Ausgang in der Vergangenheit haben, jedoch erst in der Zukunft konkretisiert werden, zu umschreiben. Die IFRS verwenden eine Vielzahl von verbalen Wahrscheinlichkeitsbegriffen, die unterschiedliche Grade an Eintrittswahrscheinlichkeiten repräsentieren. Der zentrale Begriff wahrscheinlich regelt die allgemeinen Ansatzkriterien und andere Tatbestände. Das Ziel dieser Arbeit ist, die Bedeutung von Wahrscheinlichkeitsbegriffen in den IFRS herauszuarbeiten und Lösungsvorschläge im Falle von Verbesserungsmöglichkeiten zu unterbreiten. Es erfolgt eine Inventarisierung, um einen Überblick über die zu untersuchenden Begriffe zu haben. Einige Begriffe sowie zwei Standards (IAS 12 und 37) werden herausgegriffen um die Bedeutung exemplarisch darzustellen. Die beiden Kriterien Quantifizierung und Übersetzung werden zur Beurteilung der Qualität herangezogen. Die IFRS verwenden zwar bewusst keine numerischen Größen für die Definition von Wahrscheinlichkeitsbegriffen, die Ergebnisse empirischer Studien geben jedoch aufschlussreiche Erkenntnisse über die konsistente Anwendung. Wahrscheinlich (numerische Einschätzung: 70-80%) mit more likely than not (50-60%) zu definieren, wie in IAS 37, scheint problematisch zu sein. Neben offensichtlichen Übersetzungsfehlern ist auch die inkonsistente Übersetzung von Wahrscheinlichkeitsbegriffen problematisch. Wenn ein englischer Originalbegriff mit verschiedenen Begriffen übersetzt wird, kann es zu einer Änderung der ursprünglichen Intention kommen. Zudem wird die Problematik der bilanzpolitischen Gestaltungsmöglichkeiten, ein den Wahrscheinlichkeitsbegriffen innewohnendes Element, behandelt.

Zusammenfassung (Englisch)

Probability expressions play an important role in the field of international accounting. Probability expressions are undefined terms that describe events which have been initiated in the past, but whose existence will be confirmed in the future. In the IFRS a variety of verbal probability expressions are used which representate different levels of probability. One central term is probable, that deals with recognition criteria and other transactions. The aim of this paper is to discuss and point out the importance of probability expressions in the IFRS and propose improvements if needed. An inventory of all terms is the foundation for further analysis. Several probability expressions and two standards (IAS 12 and 37) are picked out and discussed in more detail. To evaluate the quality of probability expressions, two criterias are used: numerical interpretation and the impact of translation effects. Although the IFRS don?t use numerical values, empirical studies give informative insights to improve the quality. To define probable (numerical valuation: 70-80%) as more likely than not (50-60%) as in IAS 37 seems to be problematic. Beside obvious mistakes in the translation process, the inconsistent translation of probability expressions might be a problem. If the original English term is translated with several German phrases, it is possible that the original intention will be changed. Furthermore, the role of probability expressions related with creative accounting will be discussed.