Titelaufnahme

Titel
Young uplift in the non-glaciated parts of the Eastern Alps : geomorphological and geochronological constraints / Thomas Wagner
Verfasser/ VerfasserinWagner, Thomas
Begutachter / BegutachterinStuewe Kurt ; Fabel Derek
Erschienen2010
Umfang162 S. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2010
Anmerkung
Zsfassung in dt. Sprache
SpracheEnglisch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Ostalpen / Steiermark / Geomorphologie / Ostalpen / Steiermark / Geomorphologie / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-23567 Persistent Identifier (URN)
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Young uplift in the non-glaciated parts of the Eastern Alps [5.76 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die zeitliche Eingrenzung der Genese von Höhlenniveaus, Terrassen und Verebnungsflächen mithilfe modernster geochronologischer Methoden ermöglicht es die Landschaftsentwicklung von Gebirgen in den letzten 5 Millionen Jahre besser abzugrenzen. Speziell um den Einfluss von tektonischen Prozessen im Vergleich zu klimatischen Veränderungen auf die Landschaftsentwicklung besser zu verstehen, sind für diese Arbeit Altersdaten gesammelt worden. Messungen von kosmogenen Isotopen an Höhlensedimenten und Sedimentfüllungen von Störungen, Lumineszenz Datierungen von Terrassensedimenten und U/Th Datierungen an Speläothemen liefern wichtige Absolutalter geologischer Marker. Anhand dieser und anhand der Einbeziehung geomorphologischer und strukturgeologischer Beobachtungen konnte festgestellt werden, dass ein kohärenter Block, der Steirische Block ? bestehend aus dem Steirischen Becken und dem umliegenden Grundgebirge gelegen an der Alpenorogen - Pannonisches Becken Übergangszone ? sich in den letzten 5 Ma um rund 600 m gehoben hat. Ein vermehrter Anstieg an Sedimentraten angeliefert aus dem Hinterland der Mur ? abgeleitet von einem Rückgang an Einschneideraten der Mur ? wird als mögliche Erklärung der beobachteten zyklischen Aufschüttungen und Wieder-Abtragung von Sedimenten im Untersuchungsgebiet interpretiert. Der Einfluß von Klimaveränderungen im Pliozän und Pleistozän scheint eher untergeordnet zu sein. Die Hebung des Steirischen Blocks und die resultierende Erosion ? primär fluviatil ? ist maßgeblich für die Formgestaltung dieser Landschaft.

Zusammenfassung (Englisch)

Constraining the genesis of cave levels, terraces and planation surfaces with the use of modern geochronological methods allows to confine the landscape evolution of mountain belts within the last 5 million years. Especially to understand the influence of tectonic processes versus climatic changes to landscape evolution, age data has been gathered for this thesis. Cosmogenic isotopes measurements on cave sediments and sediment filling of faults, luminescence dating of terrace sediments and U/Th dating of speleothems provide important absolute ages of geological markers. With the help of these and including geomorphological and structural geologic observations, it could be deduced that a coherent block, the Styrian Block ? consisting of the Styrian Basin and the surrounding basement located at the Alpine orogen - Pannonian Basin transition ? has been uplifting around 600 m within the last 5 Ma. An increase of sediment rates delivered from the hinterland of the Mur ? deduced from a decrease in incision rates of the Mur River ? is suggested to explain the periodic aggradation and re-excavation of sediments in the study area. The influence of climatic changes in Pliocene and Pleistocene times seems to be subordinate. The uplift of the Styrian Block and resulting erosion ? primarily fluviatile ? is most relevant for the forming of this landscape.