Titelaufnahme

Titel
Der kreative Wahn? : Kreativität, Latente Hemmung und Persönlichkeit / Mirjam Slamar-Halbedl
Verfasser/ VerfasserinSlamar-Halbedl, Mirjam
Begutachter / BegutachterinFink Andreas
Erschienen2010
Umfang107 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Kreativität / Latente Hemmung / Persönlichkeit / Kreativität / Latente Hemmung / Persönlichkeit / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-23421 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Verbindung von ?Genie und Wahnsinn? ist ein Thema, das die Menschheit seit jeher interessiert hat. In der frühen Forschungsliteratur finden sich viele biographische Studien über kreative Menschen, die versucht haben diese Verbindung zu belegen. Der Intelligenzforscher H. J. Eysenck schreibt in diesem Zusammenhang dem Persönlichkeitsmerkmal Psychotizismus eine große Bedeutung zu. Ihm zufolge würden kreative Personen und Menschen mit psychopathologischen Symptomen, insbesondere jene mit hohen Psychotizismuswerten, Overinclusiveness im Denken aufweisen, dessen Ursache in reduzierten kognitiven Hemmprozessen, wie der Latenten Hemmung (LH) vermutet werden könnte. Was die empirische Überprüfung dieser Theorie betrifft, so ist die Forschung bisher eher dürftig. Die vorliegende Untersuchung betrachtet den Zusammenhang von Kreativität, Latenter Hemmung und Psychopathologie. Hierfür wurden eine kreative Stichprobe von SchauspielerInnen (N = 17), 21 Studierende und zwei klinische Stichproben aus dem Bereich der ?Suchterkrankungen? (13 Alkoholabhängige, 18 Mehrfachabhängige) miteinander verglichen. Beobachtet werden konnte eine signifikant geringere LH bei den SchauspielerInnen und Mehrfachabhängigen im Vergleich zu den übrigen Gruppen. Dass eine reduzierte LH mit erhöhten Psychotizismuswerten einhergeht, konnte in dieser Untersuchung ebenfalls bestätigt werden. Es fand sich im Gegensatz zu der Studie von Carson et al. (2003) jedoch kein Zusammenhang zwischen der LH und der kreativen Leistungsfähigkeit. Darüber hinaus ergaben sich Hinweise darauf, dass eine ?Borderline-Persönlichkeitsstuktur? mit erhöhten Originalitätsscores in Kreativitätstests einhergehen könnte.

Zusammenfassung (Englisch)

The potential relationship between genius and madness is an issue that has been of interest for many centuries. The early research literature contains many biographical studies about eminent creative people, aiming at investigating a potential link between genius and mental disorders.. H.J. Eysenck supposed that the personality trait psychoticism is of particular relevance in this context. He hypothesized that both creative people and people suffering from psychopathological disorders (particularly those with high scores on the psychoticism dimension) could be characterized by a so-called Overinclusive thinking style which is reflected in reduced cognitive inhibition processes, such as Latent Inhibition (LI).Unfortunately, empirical evidence in this field is very rare. The present study attempts to investigate the relationship between creativity, Latent inhibition (LI) and psychopathology. For this purpose, a creative sample of actors (N= 17), a group of students (N = 21) and two clinical samples suffering from ?addictive disorders? (13 alcoholics, 18 multiple substance abusers) were compared with respect to psychometrically determined creativity, personality and LI. The results showed a significant lower LI for the group of actors and the clinical sample of multiple substance abusers as compared with the other groups. The presumption that reduced LI is associated with high psychoticism scores could also be confirmed in this study. However, in contrast to the study by Carson et al. (2003), no correlation between LI and creative ability could be found. In addition to this, this study also yields some evidence that a borderline- personality-structure is associated with a heightened level of psychometrically determined creativity.