Titelaufnahme

Titel
Individual-, Gruppen- und Mannschaftstaktik bei der Handball-EM 2010 in Österreich / vorgelegt von Martin Appel
Verfasser/ VerfasserinAppel, Martin
Begutachter / BegutachterinTilp Markus
Erschienen2011
UmfangIV, 99 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Handball / Sportliche Taktik / Handball / Sportliche Taktik / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-23350 Persistent Identifier (URN)
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Individual-, Gruppen- und Mannschaftstaktik bei der Handball-EM 2010 in Österreich [10.54 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Da durch international nahezu einheitliche Trainingsbedingungen kaum noch konditionelle oder technische Vorteile einzelner Mannschaften erarbeitet werden können, gewinnen ausgereifte Taktikkonzepte im modernen Handball stetig an Bedeutung. Basierend auf vordefinierten Beobachtungskategorien, die sich entsprechend den Vorgaben von Czawalina (1988, S. 23ff) aus dem Regelwerk, der Häufigkeit des Auftretens und der Bedeutsamkeit für den Spielerfolg extrahieren ließen, wurden Effektivität und Verteilungsschwerpunkte der handballspezifischen Angriffselemente und der Taktiksysteme im Positionsangriff anhand von ausgewählten Wettkampfspielen der EURO 2010 in Österreich ausgewertet. Es galt herauszufinden, wie groß der Anteil einzelner Angriffselemente am taktischen Gesamtkonzept ist und welche taktischen Varianten im Positionsangriff von den Spitzenmannschaften vorrangig praktiziert bzw. effizient eingesetzt wurden. Zusätzlich sollten die Ergebnisse einen Einblick darüber verschaffen, ob einzelne Schlusshandlungen Einfluss auf die Häufigkeit des Gegenstoßes hatten und wie effizient in Unter- bzw. Überzahlsituationen agiert wurde. Die Ergebnisse der aktuellen Untersuchung zeigten, dass der Positionsangriff bei allen untersuchten Mannschaften die Hauptphase der Offensive darstellte, wobei die taktischen Problemstellungen hier vorwiegend durch individuelle Taktikvarianten gelöst wurden. Die Effizient des Positionsangriffs lag allerdings nur bei durchschnittlich knapp über 25 Prozent. Durch die hohe Treffereffektivität war vor allem der Gegenstoß trotz geringem Anteil am taktischen Gesamtkonzept für die allgemeine Angriffsleistung mitbestimmend. Die Sonderform des Gegenstoßes, die schnelle Mitte, kam bei den untersuchten Spielen kaum zum Einsatz. In Bezug auf die Schlusshandlungen ergab die statistische Auswertung der Ergebnisse einzig einen signifikanten Zusammenhang zwischen einer hohen Halteeffektivität des Tormanns und einer gesteigerten Anzahl von Gegenstößen.

Zusammenfassung (Englisch)

Due to similar international training methods it is barely impossible for individual teams to develop advantages in endurance or technique. Thus, sophisticated tactic concepts gain in importance in modern Handball. Based on the predefined categories that are according to Czawalina (1988, p. 23ff) in the rule book frequently mentioned and important for success were extracted and analyzed for affectivity and distribution priorities of Handball specific offensive-components and the tactic systems in the position attack based on the games of the European Championships 2010 in Austria. It was the goal to find out how important the individual offensive-components are looking at the entire tactical concept. Also, which tactical variations in the position attack were mainly performed by the top teams and how efficient were the different tactical concepts. Additionally, the results should tell us whether individual decisions affect the frequency of fast breaks and how efficient did the teams handle short handed situations and majority. The current results show that the position attack is the main aspect of offense of all investigated teams; whereas tactical problems were mostly solved by individual tactic varieties. The efficiency of the position attack however, was just over 25 percent. Because of the high efficiency, fast breaks were very important for the offensive performance even though it has a minor priority in the entire tactical concept. The special form of the fast break, fast throw-off, was barely detected in the analyzed games of the European Championships 2010. The statistical evaluation of the results showed one significant correlation. It is between high goal keeper efficiency and the increase of fast breaks. The performance of the goal keepers was generally one of the relevant factors for success in this evaluation. One indication for the French dominance was among others offensive efficiency while being short handed and majority.