Titelaufnahme

Titel
Rechtsethische Probleme der Fortpflanzungsmedizin im Lichte des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte / eingereicht von Elke Haas
Verfasser/ VerfasserinHaas, Elke
Begutachter / BegutachterinStrasser Peter
Erschienen2011
UmfangV, 95 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte / Reproduktionsmedizin / Österreich / Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte / Reproduktionsmedizin / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-23185 Persistent Identifier (URN)
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Rechtsethische Probleme der Fortpflanzungsmedizin im Lichte des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte [0.61 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Rechtsethische Probleme der Fortpflanzungsmedizin im Lichte des Europäischen Gerichtshofs für MenschenrechteDen Errungenschaften der Medizin und Wissenschaft und nicht zuletzt der Einführung des Fortpflanzungsmedizingesetzes (FMedG) ist es zu verdanken, dass kinderlose Paare, denen die natürliche Fortpflanzung aus unterschiedlichen Gründen verwehrt bleibt, dennoch Eltern eines genetisch eigenen Kindes werden können. Allerdings werden der Zuhilfenahme der künstlichen Fortpflanzung, durch das FMedG selbst, Grenzen gesetzt, die zur Folge haben, dass die eben erwähnte Möglichkeit einigen Paaren versagt bleibt. Dies ist etwa dann der Fall, wenn die durch § 3 FMedG verbotenen Methoden der heterologen In-vitro-Fertilisation bzw. der Eizellspende die einzigen Mittel darstellen würden, um Nachwuchs bekommen zu können. Zwei Paare, die sich in einer derartigen Situation befinden, haben infolgedessen eine Individualbeschwerde beim Verfassungsgerichtshof eingebracht, welcher in seiner Prüfung zu dem Schluss kam, dass die Verbote des FMedG verfassungskonform seien. Daraufhin wandten sich die Betroffenen an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Strassburg, der am 1. April 2010 in der Sache entschied. In dieser Diplomarbeit wird auf die Hintergründe der Entstehung des FMedG, auf den konkreten Fall und die im Hinblick dessen vorhandenen Rechtsansichten der Verfassungsrichter sowie der Richter des EGMR eingegangen. Ebenso werden die ethischen Überlegungen und Fragen beleuchtet, die die Reproduktionsmedizin aufwirft und die gleichsam den Hintergrund bilden, vor dem juristische und politische Entscheidungen getroffen werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Problems of Legal Ethics concerning Reproductive Medicine in the Light of the European Court of Human RightsIt is due to medicine and science and not least because of the enactment of the Austrian Reproductive Medicine Act (FMedG), that childless couples and live-in partners, who are not able to conceive children the usual way, caused by various reasons, are given the chance of becoming parents and getting a child of their own. In these premises it has to be considered though that this possibility is limited by the law itself, followed by the fact that some couples are prohibited from utilizing Reproductive Medicine. This circumstance occurs if heterologous in vitro fertilisation and egg donation, respectively, both prohibited by § 3 of the Austrian FMedG, are the only methods possible in order to conceive a child. Two couples being in a situation spoken of brought an individual application before the Constitutional Court. After its conclusion to consider the prohibitions of § 3 FMedG as being in conformity with the constitution, the two couples turned to the European Court of Human Rights (ECHR) in Strasbourg. Therefore, it was up to the ECHR to decide the matter, which it did on April 1st, 2010.This thesis deals with the backgrounds and coherences of the passing of the Austrian FMedG, it also examines the mentioned case in question, followed by the judge?s legal opinions of the Constitutional Court as well as of the European Court of Human Rights. Furthermore ethical issues and aspects are taken into consideration, which are raised by Reproductive Medicine and underpin decisions of legal and political relevance.