Titelaufnahme

Titel
The financial crisis in Poland and Herding behaviour / Peter Maderthoner
Verfasser/ VerfasserinMaderthoner, Peter
Begutachter / BegutachterinKurz Heinz-Dieter
Erschienen2010
UmfangIV, 68 Bl. : Zsfassung ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2010
Anmerkung
Zsfassung in dt. Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Polen / Finanzkrise / Polen / Finanzkrise / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-23067 Persistent Identifier (URN)
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The financial crisis in Poland and Herding behaviour [1.51 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die globale Finanzkrise erschütterte die Weltwirtschaft in ihren Grundfesten. Auch die wirtschaftliche Situation Polens verschlechterte sich, allerdings konnte Polen eine Rezession vermeiden. Dies erscheint überraschend, da viele andere Mittel- und Osteuropäische Länder von der Krise hart getroffen wurden. Im Zuge dieser Arbeit werden die Gründe für die Performance Polens während der Krise aufgezeigt. Hierzu wird die Arbeit in zwei Teile gegliedert, wobei im ersten Teil ein Überblick über die wirtschaftliche Entwicklung Polens seit dem Fall des Eisernen Vorhangs gegeben und die verheißungsvolle wirtschaftliche Situation vor der Krise aufgezeigt wird. Die Finanzkrise traf Polen in zwei Wellen, wobei die erste nur wenig Einfluss auf den Bankensektor und die Realwirtschaft hatte und sich hauptsächlich in einem Abwärtstrend des WIGs manifestierte. Nach dem Zusammenbruch der Lehman Brothers im September 2008 kam der Interbankmarkt praktisch zum Erliegen, ausländische Banken zogen Kapital ab, der Zloty wertete stark ab und Exporte gingen zurück. Die beschränkte Liquidität der Banken reduzierte deren Kreditvergabe und verschärfte die Lage der Unternehmen. Zwar konnten Polens stabile Fundamentaldaten vor der Krise, die starke Binnennachfrage, Großbauprojekte für die EURO 2012, Spillovers deutscher Anti-Krisenmaßnahmen und EU-Subventionen einen drastischeren Rückgang des Wirtschaftswachstums verhindern, die Probleme im Bankensektor beeinflussten dieses aber negativ. Eine genauere Betrachtung der Vorgänge am Interbankenmarkt und bei grenzüberschreitenden Geldströmen wirft den Verdacht des Herdenverhaltens seitens der Akteure auf. Deswegen wird im zweiten Teil der Arbeit ein auf Reputationsbedenken der Akteure basierendes Modell von Scharfenstein und Stein behandelt und aufgezeigt, dass Unsicherheit und Misstrauen eigener Informationen gegenüber, Banken zur Imitation der Handlungen ihrer Konkurrenten verleitet haben könnten.

Zusammenfassung (Englisch)

The global Financial Crisis had a devastating impact on the world economy. Although Poland?s economical situation worsened, Poland could avoid a recession. This may be surprising because many other Central and Eastern European countries were hit hard by the global downturn. This paper should highlight the reasons for Poland?s performance during the crisis. The paper is divided into two parts, the first part provides an overview about the Poland?s economic development since the break down of the Iron Curtain and depicts the promising economic situation on the eve of the crisis. The Financial Crisis struck Poland in two waves, the first pre-Lehman wave had only limited influence on the banking sector and the real economy and became only visible by the WIG?s downward trend. The breakdown of the Lehman Brothers in September 2008 caused the Interbank market to freeze up, foreign parent banks reduced lending towards their Polish subsidiaries, the Zloty depreciated and exports declined. The lack of banks? liquidity decreased their lending activities and further tightened the enterprises? situation. Although Poland?s sound pre-crisis fundamentals, strong domestic supply, infrastructure projects for the EURO 2012, spillovers of German anti-crisis measures and EU funds prevented a massive decrease in economic growth, problems within the banking sector had a negative influence on growth. After a closer examination of the processes on the Interbank market and banks? cross border lending it can be concluded that herding behaviour may affected the decision-making of banks. Therefore the second part of the paper discusses a model based on agents? reputational concerns and shows how uncertainty and disbelief in private information may seduced banks to imitate actions of their competitors.