Titelaufnahme

Titel
Der ethische Entscheidungsfindungsprozess im Pflegealltag. Ein Balanceakt für Pflegepersonen.
Weitere Titel
Der ethische Entscheidungsfindungsprozess im Pflegealltag Ein Balanceakt für Pflegepersonen
Verfasser/ VerfasserinWolf, Sabrina
Begutachter / BegutachterinEgger, Rudolf
ErschienenGraz, 2017
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2017
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-116981 Persistent Identifier (URN)
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Der ethische Entscheidungsfindungsprozess im Pflegealltag. Ein Balanceakt für Pflegepersonen. [1.14 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Kurzfassung In vielen Situationen in der Gesundheits- und Krankenpflege ist die Konfrontation mit ethischen Problemstellungen und Konfliktsituationen häufig gegeben. Dementsprechend oft befinden sich Pflegepersonen in ethisch-moralischen Zwangslagen, welche mit vielen Fragen einhergehen und einer Entscheidung bedürfen. Dabei gerät oft die Fürsorgepflicht der Pflegeperson in ein Spannungsfeld mit der Autonomie der Patientinnen und Patienten. Je nach individueller Prägung und Sozialisation, vertritt jeder Mensch eine eigene Vorstellung von Moral und Ethik, welche letztendlich das berufliche Handeln beeinflusst. Dies kann eine deontologische Haltung im Sinne von Immanuel Kant sein, dessen Lehren auf einem kategorischen Imperativ beruhen. Er verweist auf Handlungen, welche absolut zu unterlassen sind. Bei der ebenso weit verbreiteten konträren Position nach Jeremy Bentham und John Stuart Mill, vertritt der Mensch eine utilitaristische ethische Gesinnung. Hier ist das Ziel, den größtmöglichen Nutzen für das Kollektiv zu erlangen. Neben diesen moralischen Grundhaltungen spielen viele weitere Faktoren in der pflegeethischen Entscheidungsfindung eine essentielle Rolle. Wesentlich sind auch die vier biomedizinischen Prinzipien nach Beauchamps und Childress und der Ethikkodex für Pflegepersonen, welche eine Orientierung in der ethischen Beratung vorgeben. Im gesamten Pflegeprozess sind moralische Elemente, wie Vertrauen und Fürsorge, sowie die Begriffe der Menschenwürde und der Gerechtigkeit, von prägender Bedeutung und beeinflussen letzten Endes die pflegeethische Entscheidung.

Zusammenfassung (Englisch)

Abstract In healthcare and nursing many situations could lead to ethical problems or conflicts. According to this, caregivers are very often faced with an ethical and moral dilemma that is accompanied by a lot of questions and the need of a decision to be made. Thereby, the caregivers duty of care often conflicts with the autonomy of the patients. Depending on his individual character and socialization every human being has its own idea of morality and ethics which finally affects their professional behavior. This could be a deontological attitude according to Immanuel Kant whose doctrines are based on a categorical imperative. He refers to actions which absolutely have to be avoided. According to the equally widespread contrary position of Jeremy Bentham and John Stuart Mill each human being represents an utilitarian ethical attitude. The main purpose of this is to achieve maximum benefits for the collective. Besides these moral attitudes many additional factors play a role in ethical decisions in nursing matters. Furthermore, the four biomedical principles by Beauchamps and Childress as well as the code of ethics for caregivers are essential and give guidance in ethical matters. The whole nursing process is characterized by moral elements, just like trust and welfare as well as the concept of human dignity and justice which are of vital importance and consequently influence the ethical decisions in healthcare.