Titelaufnahme

Titel
Die Grazer Prellsteine : erste Bestandsaufnahme und kunstwissenschaftliche Analyse der Prellsteine des I. - V. Bezirkes / vorgelegt von Anna Brosch
Verfasser/ VerfasserinBrosch, Anna
Begutachter / BegutachterinStadlober Margit
Erschienen2010
Umfang248 Bl. : 1 Kt.-Beil. + Zsfassung + 1 CD-ROM ; zahlr. Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Graz / Steinplastik / Hauswand / Graz / Steinplastik / Hauswand / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-29512 Persistent Identifier (URN)
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Die Grazer Prellsteine [12.84 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Prellsteine der Grazer Innenstadt wurden dokumentarisch erfasst. Die Definition ?Prellstein? sowie ein Überblick über den bisherigen Forschungsstand werden gegeben. Hilfreich waren hierbei die dokumentarischen Fotografien des Leopold Bude aus dem 19. Jh. Im Abriss über die Grazer Stadtentwicklung werden die gründerzeitlichen, radikalen Veränderungen des Stadt- und Straßenbildes aufgezeigt. Mit Hilfe von historischem Fotomaterial konnten dabei Prellsteine ausgeforscht werden, die meist im Zusammenhang mit demolierten Gebäuden oder anderen Veränderungen des Straßenbildes verloren gingen. Die Befundung der Prellsteine wurde in den Bezirken I./ Innere Stadt, II./ St. Leonhard, III./ Geidorf, IV./ Lend, und V./ Gries vorgenommen. Steine, die an Hof- oder sonstigen Einfahrten positioniert waren, wurden nicht berücksichtigt. So konnten 137 Prellsteine fotografiert, genau beschrieben und in sechs Formkategorien unterteilt werden. Von den insgesamt 137 erfassten Prellsteinen entfielen 63 auf den I. Bezirk, 8 auf den II. Bezirk, 21 Steine auf den III. Bezirk, 13 wurden im IV. Bezirk gezählt und 31 im V. Bezirk. Das Gestein der Prellsteine wurde, wenn möglich, bestimmt sowie eine kurze Charakterisierung und Herkunft der häufigsten Gesteine vorgenommen. Gemeinsamkeiten der Prellsteine in formaler und bautechnisch- bzw. topografischer Sicht wurden zusammengetragen und ihre Funktion im Zusammenhang mit Verkehr- und Handelswesen in Graz betrachtet. Dabei konnte festgestellt werden, dass es eine Verdichtung von Prellsteinen an ehemals wichtigen Handels- und Verkehrswegen sowie an Marktplätzen gibt. Die Datierung der Steine war nicht immer möglich; anhand gleich gestalteter Sockelzonen kann zumindest vermutet werden, dass Bauwerk und Stein aus derselben Zeit stammen müssen (16.-19. Jh.). Die Merkmale der Prellsteine wurden tabellarisch aufgelistet. In einem beigefügten Stadtplan (Masterplan Welterbe Graz 2007) findet sich die genaue Position der Steine.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this work was the inventory of the guardstones of the inner city of Graz for the first time. In the introduction a definition of ?guardstone? is given as well as an overview on the state of knowledge so far. The information got from the photographs by Leopold Bude (end of 19th. Century) was very helpful. Further in this chapter the preservation of heritage monuments according to the common standards of heritage preservation acts - the basis for specific zones of protection measures in Graz - are discussed. A short outline of the historical development of Graz reveals especially the radical changes in the prospect of the streets. Historical photographs helped in investigating meanwhile damaged and abandoned guardstones. The appraisal of the guardstones was achieved in the districts I./Innere Stadt (63 examples), II. St. Leonhard (8 examples), III. Geidorf (21 examples), IV. Lend (13 examples), V. Gries (31 examples). These 137 guardstones were explored and pictures were taken of them. Stones located at entrances and portals were not regarded. If possible the lithology and provenance of the guardstones was determined. Their function is closely related to development of trade and traffic in Graz. A concentration of guardstones was observed at former trade routes and in market places. The dating of the stones corresponds mostly to the basement parts of the buildings (16th-19th. century). The data were compiled in a table and the localisation of the stones was documented in a map. This diploma thesis is a first step in research and documentation of these fascinating stones. It is aimed as a support in preserving and further investigating these stones in cooperation with the Federal Agency of Preservation of National Heritage (Bundesdenkmalamt).