Titelaufnahme

Titel
Postmortale Vaterschaftsfeststellung : die Rechtslage in Österreich und Deutschland unter besonderer Berücksichtigung der Fortpflanzungsmedizin / von Rosemarie Schubert
Verfasser/ VerfasserinSchubert, Rosemarie
Begutachter / BegutachterinBernat Erwin ; Merli Franz
Erschienen2010
Umfang200 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2010
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Österreich / Vaterschaftsfeststellung / Deutschland / Österreich / Insemination / Vaterschaftsfeststellung / Deutschland / Österreich / Postmortale Insemination / Vaterschaftsfeststellung / Deutschland
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-23001 Persistent Identifier (URN)
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Postmortale Vaterschaftsfeststellung [1.07 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Möglichkeit bzw Notwendigkeit der Feststellung der Vaterschaft nach dem Tod des Vaters. Die österreichische und die deutsche Rechtsordnung haben nämlich in der Vergangenheit Regelungen vorgesehen, nach denen, als Voraussetzung für ein Erbrecht nach dem unehelichen Vater, zunächst die Abstammung von diesem geklärt sein musste. Nach dem Verstreichen bestimmter Fristen war eine Abstammungsfeststellung allerdings nicht mehr möglich. Auch nach geltender Rechtlage ist die Feststellung der (unehelichen) Vaterschaft Voraussetzung für ein Erbrecht des Kindes nach seinem Vater. Der erste Komplex der Arbeit beschäftigt sich mit der Frage nach der Möglichkeit der postmortalen Vaterschaftsfeststellung, wenn das Kind zwar noch zu Lebzeiten des Mannes, von dem die Abstammung festgestellt werden soll, gezeugt, aber erst nach dessen Tod geboren wird. Dargestellt wird die Rechtslage der ursprünglichen Konzeption des ABGB und des BGB bis hin zur geltenden Rechtslage in Österreich und Deutschland.Der zweite Teil der Arbeit befasst sich sodann mit der Frage, wie der Fall zu behandeln ist, wenn das Kind erst nach dem Tod des Vaters mittels moderner Fortpflanzungshilfe ?künstlich? gezeugt wird. Die postmortale Zeugung eines Kindes ist zwar in Österreich wie auch in Deutschland verboten, doch ist sie aus medizinischer Sicht nach dem heutigen Wissensstand leicht durchführbar und kann deshalb durchaus vorkommen. Ist dies geschehen, stellt sich auch hier die zentrale Frage nach der Möglichkeit der postmortalen Vaterschaftsfeststellung. In diesem Zusammenhang wird auch die Frage behandelt, ob ein Recht auf Vaterschaftsfeststellung existiert, aus welchen Rechtsvorschriften dieses abgeleitet werden könnte und ob und (wenn ja) gegen wen ein solches Recht (gerichtlich) durchsetzbar ist.

Zusammenfassung (Englisch)

This work is concerned with the possibility and the necessity of establishment of paternity after the death of the father. The Austrian and German legal systems have made provisions for this in the past as a condition for cases of inheritance, where in the first instance the parentage of an illegitimate father has to be clarified. However, after the elapse of a pre-determined period of time, the determination of parentage is no longer possible. Additionally according to the legal statutes currently in force, the determination of (illegitimate) paternity is a condition for the inheritance of a child from the father.The first part of this work considers the question of the possibility of post mortem determination of paternity, should the child be conceived during the lifetime of the father from whom the parentage is to be determined, but is only born after his death. The legal situation is shown from the conception of civil law to the currently applicable legal situation in Austria and Germany.The second part of this work addresses the question of how the case is to be handled should the child be conceived by way of modern reproductive medical treatment after the death of the father. The post mortem conception of a child is indeed banned in Austria and Germany, despite being entirely possible according to current medical practices. As such, such a case could occur and should this come to pass, the central question of the possibility of determining post mortem paternity arises. In this context the question is also considered if a right to determination of paternity exists, on which legal basis this could be derived, and if so, then against whom is it legally enforceable.