Titelaufnahme

Titel
"Reisen, das ist mal was Nützliches, da kriegt die Phantasie zu tun." : zwei deutsche Übersetzungen von Louis-Ferdinand Célines Voyage au bout de la nuit im Vergleich / vorgelegt von Katrin Meyer
Verfasser/ VerfasserinMeyer, Katrin
Begutachter / BegutachterinWolf Michaela
Erschienen2010
Umfang104 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
Anmerkung
Text dt., teilw. engl., teilw. franz.
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Céline, Louis-Ferdinand <Voyage au bout de la nuit> / Übersetzung / Deutsch / Geschichte 1933-2003 / Céline, Louis-Ferdinand <Voyage au bout de la nuit> / Übersetzung / Deutsch / Geschichte 1933-2003 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-22985 Persistent Identifier (URN)
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"Reisen, das ist mal was Nützliches, da kriegt die Phantasie zu tun." [0.39 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem Vergleich eines französischen Ausgangstextes und seinen beiden deutschen Übersetzungen. Ausgegangen wird von Louis-Ferdinand Célines Roman Voyage au bout de la nuit aus dem Jahr 1932. Die erste deutsche Fassung Reise ans Ende der Nacht wurde von Isak Grünberg übersetzt und erschien 1933. Die zweite Übersetzung, die in dieser Arbeit behandelt wird, stammt von Hinrich Schmidt-Henkel und erschien 2003. Das Original zeichnet sich sowohl durch einen außergewöhnlichen Stil mit einem großen Anteil an gesprochener Sprache als auch durch eine brisante Thematik aus. Der Roman ist von Pessimismus und einer großen Vulgarität und Brutalität geprägt. Der Übersetzungsvergleich soll dazu dienen, unter Zuhilfenahme des Normenkonzeptes von Gideon Toury und Andrew Chesterman festzustellen, auf welche Weise die beiden Übersetzungen die charakteristischen Elemente des Originals übertragen haben. Dabei wird angenommen, dass die Gründe für die jeweiligen Veränderungen in den Übersetzungen unter anderem in den unterschiedlichen zeitlichen Rahmenbedingungen gefunden werden könnten. Der Vergleich brachte das Ergebnis, dass die erste Übersetzung dazu neigt, Brutalität und vulgäre Ausdrücke abzuschwächen sowie sexuelle Anspielungen auszuklammern. Durch die Abschwächungen in dieser Übersetzung war der Roman Voyage au bout de la nuit dem deutschsprachigen Lesepublikum lange Zeit nicht in seiner vollen Form zugänglich. Die zweite Übersetzung, deren Übersetzer es sich zum Ziel setzte, den Stil des Originals soweit wie möglich in die Neuübersetzung zu übertragen, hält sich weitaus stärker an das Original und unterstreicht in diesem Anliegen die Aussagen des Originals vorrangig an Schlüsselstellen des Textes. Die These konnte somit bestätigt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

This diploma thesis deals with the comparison of a French source text with its two German translations. The object of the study is the French novel Voyage au bout de la nuit by Louis-Ferdinand Céline, published in 1932. The first German translation by Isak Grünberg was released in 1933, under the title Reise ans Ende der Nacht. The second translation that will be discussed in this thesis is done by Hinrich Schmidt-Henkel and was published in 2003. The original novel is characterized by its exceptional style with a high percentage of use of spoken language as well as by its controversial subject matter. Further, the novel is marked by pessimism, vulgarity and brutality. The primary goal of the comparison was to discover how the characteristic elements have been rendered in the German versions. One can conclude that the reasons for the changes in the translations lie, among other things, in different political and social conditions of the time. The comparison is conducted on the basis of the concept of norms by Gideon Toury and Andrew Chesterman. The result of the comparison is that the first translation tends to reduce brutality and vulgar expressions as well as sexual connotations, whereas the second translation is close to the original with a tendency to intensify it. Due to the changes in the first translation, the novel Voyage au bout de la nuit was not entirely accessible to the German audience for a long time. The second translation, whose translator set himself the goal of rendering the style of the original as close as possible, emphasizes at the same time its characteristics most notably in various key points of the text. Therefore, the hypothesis has been approved.