Titelaufnahme

Titel
Das Phänomen der begrenzten Rationalität : ein theoretischer Überblick / Gernot Lebler
Verfasser/ VerfasserinLebler, Gernot
Begutachter / BegutachterinSteiner Peter
Erschienen2010
UmfangIII, 67 Bl. : Zsfassung ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2010
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Rationalität / Wirtschaftswissenschaften / Rationalität / Wirtschaftswissenschaften / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-22917 Persistent Identifier (URN)
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Das Phänomen der begrenzten Rationalität [0.86 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ein Fundament der Wirtschaftswissenschaften stellt seit dem Entstehen der klassischen Ökonomie die Annahme dar, dass sich Marktteilnehmer rational und nutzenmaximierend verhalten. Doch im Laufe des zwanzigsten Jahrhunderts entstanden erste wissenschaftliche Strömungen die diese Prämisse anzweifelten. Ziel dieser Arbeit ist es, einen theoretischen Überblick über die Debatte der begrenzten Rationalität zu geben.Am Anfang wird eine Definition von Rationalität gegeben und die Bedeutung für die Wirtschaftswissenschaften beleuchtet. Vor allem mit dem Entstehen der klassischen Ökonomie kam das Menschenbild des rational handelnden "Homo Oeconomicus" auf. Da die Theorie der begrenzten Rationalität vor allem die konventionelle Theorie der rationalen Entscheidung kritisiert, wird diese mitsamt ihrer Entstehungsgeschichte näher vorgestellt. Besonderes Augenmerk wird hier auf die zugrunde liegenden Rationalitätsannahmen gelegt, die einen sehr hohen Rationalitätsgrad der Entscheidungsträger voraussetzen. Anschließend daran wird ein Überblick über die Theorie der begrenzten Rationalität gegeben. Der zur Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts von Herbert Alexander Simon gegründete Wissenschaftszweig beschäftigt sich hauptsächlich mit den kognitiven Limitierungen des Menschen. Diese machen eine idealtypische Verarbeitung der schier endlosen Informationsmenge , eine Grundannahme der rationalen Entscheidungstheorie, unmöglich.Zum Abschluss der Arbeit wird eine mögliche Koexistenz der konkurrierenden Wissenschaftszweige behandelt. Es können Entscheidungsmodelle konstruiert werden, die die formale Exaktheit konventioneller Modelle aufweisen und gleichzeitig Kritikpunkte der begrenzten Rationalität berücksichtigen. Weiters werden Hilfsmittel aufgezeigt, mit denen die Informationsverarbeitungskapazität des Menschen drastisch erhöht und somit ein höherer Rationalitätsgrad erreicht werden kann.

Zusammenfassung (Englisch)

The assumption of market participants behaving rational and utility maximizing is one of the basic fundamentals of classical economics. But during twentieth century the first academic researchers began challenging that assumption. Aim of this paper is to give an academic review of the theory of bounded rationality.At the beginning a definition of the term rationality is given as well as its importance for economics as such. Especially the emerging of classical economics is linked with the idea of the rational behaving Homo Oeconomicus. As the theory of bounded rationality mainly challenges its basic elements, the conventional rational choice theory and its history of origins are outlined in detail. Special attention is drawn to the underlying assumptions of rationality which imply a high degree of rational behaviour for decision maker. Afterwards an overview of the theory of bounded rationality is given. This branch of science founded by Herbert Alexander Simon in the middle of twentieth century focuses mainly on the cognitive limitations of human individuals. These limitations contradict the processing of sheer unlimited information, an assumption of the rational choice theory. Alternatively two decision models of the theory of bounded rationality are presented.Finally a possible coexistence of the competing fields of science is analyzed. Decision models can be constructed, which offer the formal precision of conventional theory and at the same time address the critics of bounded rationality. Furthermore tools are presented which can increase the information processing capability of human individuals and therefore make it possible to reach a higher degree of rationality.