Titelaufnahme

Titel
"Sprache ist keine Heimat, man nimmt eine Sprache ja mit in ein anderes Land" : "Herztier" von Herta Müller und seine Übersetzung ins Slowenische / vorgelegt von Diana Ekart
Verfasser/ VerfasserinEkart, Diana
Begutachter / BegutachterinWolf Michaela
Erschienen2011
Umfang105 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Müller, Herta <Herztier> / Übersetzung / Slowenisch / Müller, Herta <Herztier> / Übersetzung / Slowenisch / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-22879 Persistent Identifier (URN)
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"Sprache ist keine Heimat, man nimmt eine Sprache ja mit in ein anderes Land" [0.79 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit dem Roman Herztier (1994/52009) von Herta Müller, der im rumänischen Banat geborenen deutschsprachigen Nobelpreisträgerin, und seiner slowenischen Übersetzung ?ivalsko srce (2002/22009), die vom Übersetzer Slavo ?erc angefertigt wurde.Herta Müllers Roman Herztier zeichnet eine besondere Sprache, voller Metaphern und Wortspiele, aus. In der Arbeit wird von der Hypothese ausgegangen, dass die politischen und kulturellen Spannungen, die im Original zu erkennen sind, in der slowenischen Übersetzung an Gewicht verlieren und dadurch auch der Inhalt verändert dargestellt wird. Es wird auch davon ausgegangen, dass komplexe Textteile, die Zweideutigkeit ausstrahlen, ohne größere Anpassungen übernommen wurden und dadurch einige der Botschaften der Autorin in der Übersetzung nicht erkennbar sind bzw. an Bedeutung verlieren. Dadurch wirkt ? so meine Annahme ? die Übersetzung deutlich neutraler als das Original.Um die vorliegende Hypothese zu beweisen, wurde in der Arbeit eine Übersetzungsanalyse anhand des CSI-Analysemodells von Javier Franco Aixelá vorgenommen. Die Analyse wurde in verschiedene Themengebiete unterteilt und besteht insgesamt aus 15 Beispielen. Anhand der Beispiele ist mittels des Analyseinstrumentariums von Franco Aixelá vorrangig die Tendenz des Übersetzers zu Übersetzungsstrategien der Gruppe substitution zu erkennen. Daraus ist zu schließen, dass ?erc durch die gewählten Strategien kulturelle Manipulation verstärkt betrieben hat, um Herztier den slowenischen LeserInnen nahe zu bringen. Anhand der Analyseergebnisse ist ersichtlich, dass die Übersetzung sachlicher gestaltet ist und Müllers spezifischer Sprachstil nur schwer wiedererkennbar ist. Die ermittelten Ergebnisse bestätigen somit die eingangs formulierte Hypothese.

Zusammenfassung (Englisch)

The present study examines the novel Herztier (1994/52009), written by Nobel Prize winner Herta Müller, born in the Banat region of Romania. It further deals with the novel?s translation into the Slovene language entitled ?ivalsko srce (2002/22009), produced by the translator Slavo ?erc.Herta Müller?s novel Herztier is characterized by a unique language, full of metaphors and wordplays. The thesis is grounded on the hypothesis that the political and cultural tensions of the original decrease in the Slovenian translation which consequently leads to the content being presented in a modified way. Further on, it is also assumed that complex text segments which indicate ambiguity have been adopted without any mayor adaptations. Consequently, some of the author?s ideas are no longer recognizable or have lost their meaning. My assumption is that, as a result, the translation appears ultimately more neutral than the original. To prove this hypothesis, a translation analysis based on the CSI-analysis by Javier Franco Aixelá has been performed. The analysis has been divided into different topics and consists of 15 examples. Based on these examples, the Franco Aixelá?s analytical tool indicated the tendency of the translator to apply the translation strategy of ?subtitution?. This leads to the conclusion that, by applying the chosen strategies, ?erc has increasingly culturally manipulated the text in order to bring the novel Herztier closer to the Slovenian readership. The results of the analysis suggest that the translation has been completed in a more factual manner and that Müller?s specific language style is hardly recognizable. The results of this analysis thus confirm the hypothesis stated above.