Titelaufnahme

Titel
Die Übersetzung(en) Max Webers im sozialwissenschaftlichen Feld in Großbritannien : was passiert, wenn SoziolgInnen Soziologie übersetzen? / vorgelegt von Rafael Yann Schögler
Verfasser/ VerfasserinSchögler, Rafael Yann
Begutachter / BegutachterinWolf Michaela
Erschienen2011
Umfang112 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Weber, Max / Rezeption / Großbritannien / Sozialwissenschaften / Geschichte 1927-2010 / Weber, Max <Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus> / Übersetzung / Englisch / Geschichte 1930-2002
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-22869 Persistent Identifier (URN)
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Die Übersetzung(en) Max Webers im sozialwissenschaftlichen Feld in Großbritannien [11.43 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Arbeit untersucht die Übersetzung des deutschen Klassikers der Soziologie Max Weber in Großbritannien. Es wird dabei der Frage nachgegangen, wie die Struktur des Übersetzungsfeldes Webers in Großbritannien sich im Zeitverlauf verändert hat und wie dieses Feld im sozialen Raum positioniert ist. Außerdem wird untersucht, wie Übersetzungsstrategien mit dem Habitus der ÜbersetzerInnen, der Struktur des Übersetzungsfeldes und den Erwartungen im (vornehmlich sozialwissenschaftlichen) Zielfeld zusammenhängen. Im Zuge dessen wird die Annahme überprüft, ob die Übersetzungen Webers für den britischen Markt tatsächlich den Erwartungen des britischen sozialwissenschaftlichen Feldes angepasst wurden. Ausgehend von einer Rekonstruktion des Übersetzungsfeldes Webers im Sinne der Bourdieuschen Feldanalyse, wird eine, auf einer Kategorisierung Andrew Chestermans aufbauende, Analyse jener Übersetzungsstrategien vorgenommen, welche in drei Übersetzungen des wegweisenden Werkes Webers ? Die protestantische Ethik und der ?Geist? des Kapitalismus ? angewandt wurden. Hierfür wird die Annahme formuliert, dass in der ersten Übersetzung der Protestantische Ethik (1930) mehr paratextuelle Elemente eingebracht wurden, um die Referenzen und Konzepte Webers zu erklären, als in den zwei neueren Übersetzungen, die 2002 erschienen, da Webers Werk im Zielfeld zum Zeitpunkt der ersten Übersetzung weitgehend unbekannt war. Es zeigte sich, dass das Übersetzungsfeld Webers sich im Verlauf der Zeit vorrangig durch den Zugewinn sozialer Anerkennung desselben im sozialwissenschaftlichen Feld Großbritanniens von einem autonom dominierten zu einem leicht heteronom dominierten Feld entwickelt hat. In Bezug auf die Übersetzungsstrategien musste die Hypothese zumindest teilweise widerlegt werden, wobei hierfür die Struktur und Logik des Übersetzungsfeldes sowie des Zielfeldes verantwortlich waren.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis investigates the translations of the German classic of sociology Max Weber in Great Britain. Following the question what happens when sociologists translate sociology, the thesis explores the development of the structure of Weber?s field of translation in Great Britain over time and the position of this field in the wider social space. Moreover, the relationship of the translators? habitus, the structure of the field of translation and the expectations of the target field (of social studies) are analysed. In the course of the thesis, the hypothesis that the translations of Weber on the British market were adapted to the expectations of the British field of social studies is verified on various stages. First, Weber?s field of translation is reconstructed on the basis of Pierre Bourdieu?s concepts, followed by the adoption of Chesterman?s ?translation strategies? in three translations of Weber?s seminal work The Protestant Ethic and the ?Spirit? of Capitalism. Additionally, the assumption is worked on that more paratextual elements explaining Weber?s references and concepts were incorporated in the first translation of 1930 than in the two translations published in Great Britain in 2002, since Weber?s works were largely unknown at the time of the first translation. The thesis proved that Weber?s growing recognition in the field of social studies has considerably contributed to changing Weber?s field of translation from a field dominated by its autonomous forces to one with a slightly more heteronomous orientation. In terms of the application of translation strategies, the hypothesis was at least partly rejected on grounds related to the structure and logic of the target field and the field of translation.