Titelaufnahme

Titel
Österreich nach Frankreich bringen : eine Übersetzungsanalyse von Wolf Haas' Auferstehung der Toten / vorgelegt von Daniela Sandra Metz
Verfasser/ VerfasserinMetz, Daniela
Begutachter / BegutachterinWolf Michaela
Erschienen2011
Umfang107 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Haas, Wolf <Auferstehung der Toten> / Übersetzung / Französisch / Haas, Wolf <Auferstehung der Toten> / Übersetzung / Französisch / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-22849 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Österreich nach Frankreich bringen [0.7 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Gegenstand dieser Diplomarbeit ist der Roman Auferstehung der Toten (1996) des österreichischen Autors Wolf Haas und seine Übersetzung ins Französische mit dem Titel Quitter Zell (2007). Wolf Haas ist aufgrund seiner außergewöhnlichen Schreibweise im deutschsprachigen Raum sehr berühmt geworden. Diese zeichnet sich vor allem durch die Mündlichkeit, die Einbeziehung österreichischer Kulturspezifika und den Humor seiner Werke aus. In der vorliegenden Arbeit wird von der Hypothese ausgegangen, dass viele der genannten Charakteristika von Wolf Haas in der Übersetzung nicht vorhanden sind. Es wird weiter davon ausgegangen, dass sich die Wirkung des Textes durch strukturelle Unterschiede des Deutschen und Französischen dahingehend verändert, dass die Übersetzung neutraler, sprachlich korrekter und weniger witzig ist. Es ist jedoch anzunehmen, dass die Übersetzerin Marie Reygnier versucht, französischen LeserInnen die österreichische Kultur näherzubringen, da die Übersetzung viele Informationen und Erklärungen zu Land und Leuten enthält. Im ersten Teil der Arbeit wird auf die generellen Probleme der Übersetzung von Humor eingegangen, und es werden der Roman und die Übersetzung vorgestellt. Eine Analyse der Paratexte ergab, dass die Übersetzerin Fußnoten einsetzte, um dem Zielpublikum kulturelle Phänomene zu verdeutlichen. Anschließend folgt eine Präsentation des gewählten Analysemodells. Es wurde das Modell der Analytique de la traduction von Antoine Berman herangezogen, da dieses sich besonders gut dazu eignet, die Mündlichkeit eines Textes zu untersuchen.Durch die Analyse einiger Textbeispiele im zweiten Teil der Arbeit, die in die Themenbereiche ?Humor durch den besonderen Schreibstil?, ?Humor durch Sprachspiele?, ?Humor durch kulturelle Anspielungen? und ?Humor durch Mündlichkeit? untergliedert wurde, konnte festgestellt werden, dass die Übersetzung sachlicher formuliert ist und dadurch abwechslungsloser und deutlich hochsprachlicher ist als das Original.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with the novel Auferstehung der Toten (1996) by the Austrian writer Wolf Haas and Marie Reygnier?s French translation entitled Quitter Zell (2007). Thanks to his remarkable writing style, Wolf Haas has become famous in German-speaking countries. His style is characterized by orality, allusions to Austrian culture, and humour.In this paper, it is assumed that many of the above-named characteristics of Wolf Haas? writing style are not present in the translation. Furthermore, it is assumed that structural differences between German and French change the effect of the text. The translation is, therefore, more neutral, linguistically more formal and less comical. However, given that Reygnier adds a great deal of information about Austria and its people in her translation, it is to be assumed that she intends to give French readers a better understanding of the Austrian culture.In the first part of the thesis, the general problems of translating humour are examined, and the novel and its translation are presented. The subsequent paratextual analysis shows how the translator uses footnotes to explain cultural references to the target audience. A detailed outline of the analytical methodology put forth by Antoine Berman follows. His model, known as Analytique de la traduction, is used because it seeems ideally suited for examining the orality of texts.The analysis of some text examples in the second part of the thesis is divided into the following subject areas: ?humour through style?, ?humour through linguistic play?, ?humour through cultural allusions? and ?humour through orality?. The results of the analysis show that the translation is more factual and, hence, lacks variety and is closer to standard language than the original.