Titelaufnahme

Titel
Die Auswirkungen eines Trainingsprogramms und eines Computerspiels auf geteilte Aufmerksamkeit und Konzentrationsleistung bei PatientInnen mit einer Hirnschädigung / Andrea Schönwetter
Verfasser/ VerfasserinSchönwetter, Andrea
Begutachter / BegutachterinNeuper Christa
Erschienen2010
Umfang82 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Hirnschädigung / Aufmerksamkeit / Konzentration / Übung / Computerspiel / Hirnschädigung / Aufmerksamkeit / Konzentration / Übung / Computerspiel / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-22704 Persistent Identifier (URN)
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Die Auswirkungen eines Trainingsprogramms und eines Computerspiels auf geteilte Aufmerksamkeit und Konzentrationsleistung bei PatientInnen mit einer Hirnschädigung [0.91 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ein wesentlicher Bestandteil der neuropsychologischen Rehabilitation ist deshalb die Diagnostik und Therapie von Aufmerksamkeitsstörungen mittels Computergestützter Verfahren. Aus diesem Grund beschäftigt sich diese Studie mit den Auswirkungen eines Trainingsprogramms (Rehacom) und eines Computerspiels (Need for Speed) auf Geteilte Aufmerksamkeit und Konzentrationsleistung bei PatientInnen mit einer Hirnschädigung. Dazu wurden 17 SchlaganfallpatientInnen und eine PatientIn mit einem Schädel- Hirn- Trauma in der Landesnervenklinik Sigmund Freud Graz untersucht. Es gab zwei Interventionsgruppen und eine Kontrollgruppe, wobei in jeder Gruppe jeweils sechs Personen teilnahmen. Die Interventionsgruppe 1 führte innerhalb von drei Wochen zusätzlich zum Therapiealltag 10 Sitzungen zu je 20 Minuten das Computerspiel Need for Speed durch. Im selben Zeitausmaß beschäftigte sich die Interventionsgruppe 2 mit dem Subtest Aufmerksamkeit und Konzentration des Softwaresystems Rehacom. Die Kontrollgruppe erhielt während dieser Zeit keine zusätzliche Intervention. Um Veränderungen der Konzentrationsfähigkeit und Geteilten Aufmerksamkeit abbilden zu können, mussten alle PatientInnen vor Beginn sowie am Ende der Untersuchung die Subtests Go/Nogo und Geteilte Aufmerksamkeit der Testbatterie zur Aufmerksamkeitsprüfung bearbeiten.Vom ersten auf den zweiten Messzeitpunkt gab es in der Computerspielgruppe als auch bei der Kontrollgruppe eine signifikante Verbesserung der Reaktionszeiten. Die Rehacomgruppe hingegen verschlechterte sich vom ersten auf den zweiten Messzeitpunkt, somit hatte zum zweiten Messzeitpunkt die Rehacomgruppe längere Reaktionszeiten als die Computerspielgruppe und Kontrollgruppe. Die Fehlerhäufigkeit unterschied sich in den einzelnen Gruppen und zu den verschiedenen Messzeitpunkten nicht. Bei allen Gruppen gab es signifikante Verbesserungen der Geteilten Aufmerksamkeit vom ersten auf zweiten Messzeitpunkt, zwischen den Gruppen hingegen gab es keine Unterschiede.

Zusammenfassung (Englisch)

Computer-based diagnostics and therapies curing attention deficit disorders are key components in neuropsychological rehabilitation. Due to the fact that hardly any studies seek to explore the effects of computer games on brain-damaged patients, the present work aims at demonstrating the possible influence of a neuropsychological training program (called Rehacom) and a computer game (Need for Speed) regarding concentration, divided attention and motivation for such a medical intervention on patients with brain-injury.The study was conducted on 17 patients who suffered a stroke and one patient with impaired brain activity. Altogether, there were two groups participating in the interventional program whereas the control group was without medical intervention. Each group consisted of 6 people. In more detail, alongside their usual therapeutical treatment, patients belonging to the first group (?computer game group?) were exposed to the computer game Need for Speed ten times in total with each session lasting for about twenty minutes. In the same manner, the second group (?Rehacom group?) performed the training program Rehacom while, in total contrast, the third group had no specific intervention (?control group?).In order to be able to measure changes in concentration, divided attention and motivation all groups had to do Go/Nogo and divided attention tests right before and after the investigation (prae- and posttest). Similarly, they were obliged to answer the scale of motivation elaborated by Andrews and Withey. The results of the study demonstrate that the computer game group and the control group showed significantly better reaction times in the posttest than in the praetest. In contrast, the Rehacom group displayed significantly slower reaction times in the posttest. But frequencies of errors do not differ between groups. In all groups divided attention showed significantly better performance in the posttest than in the praetest.