Titelaufnahme

Titel
Ich bin du, wenn ich ich bin : Franz Rosenzweigs Bildungskonzept im Rahmen seiner Philosophie des Neuen Denkens / Anna Maria Steiner
Verfasser/ VerfasserinSteiner, Anna Maria
Begutachter / BegutachterinEsterbauer Reinhold ; Weirer Wolfgang
Erschienen2010
Umfang233 Bl.
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2010
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Rosenzweig, Franz / Pädagogik / Philosophische Anthropologie / Rosenzweig, Franz / Pädagogik / Philosophische Anthropologie / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-22695 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

Franz Rosenzweig (1886?1929), einer der wichtigsten Wegbereiter der Dialogphilosophie, entwickelte zu Beginn des 20. Jahrhunderts seinen eigenen, auf Dialog basierenden philosophischen Ansatz. Zeitlich Parallel zu seiner Philosophie entstanden seine Schriften zu Bildung und Erziehung mit Schwerpunkt auf deutsch-jüdischer Erwachsenenbildung. Seinen philosophischen als auch seinen bildungstheoretischen Schriften liegt ein anthropologisches Verständnis zugrunde, das von Dialogbereitschaft und einem würdevollen Umgang im Sinne der jüdischen Bibel geprägt ist. Die vorliegende Arbeit will die Durchdringung von philosophischem und pädagogischem Werk Franz Rosenzweigs verdeutlichen. Die Begriffe Mensch, Freiheit, Leben, Zeit und Sprache bilden dabei die Angelpunkte. In Kapitel eins werden einige jener biographischen Eckpunkte aus Rosenzweigs Leben aufgegriffen, die für seine Auffassung von Geistesgeschichte und Religion bedeutsam sind. Darüber hinaus wird Rosenzweigs Bezugnahe auf Hegel, Schelling und Hermann Cohen skizziert sowie deren Relevanz für seinen eigenständigen philosophischen Ansatz. In Kapitel zwei wird jener philosophische Ansatz verdeutlicht, den Franz Rosenzweig immer als seinem eigenen Philosophieverständnis diametral entgegenstehend bezeichnete: Das Alte Denken. Das Neue Denken ? Rosenzweigs eigentständig entwickelter philosophischer Ansatz ? ist Gegenstand von Kapitel drei. Wie er den Menschen innerhalb seiner Philosophie denkt, wird in Kapitel vier verdeutlicht. Dieses versteht sich auch als Konkretisierung der Rosenzweig?schen Anthropologie im Rahmen seiner Bildungskonzeption. Kapitel fünf zeigt auf, dass als wichtigste Konsequenz einer auf dem Neuen Denken fußenden Anthropologie ein dialogisch geprägtes Bildungskonzept folgt. Kapitel sechs soll anhand der Neuen Bildung die Verflechtung der beiden Bereiche Philosophie und Pädagogik verdeutlichen. Im siebenten und letzten Kapitel wird das Ergebnis der Untersuchung kurz zusammengefasst.

Zusammenfassung (Englisch)

Franz Rosenzweig (1886?1929), who is known as one of the most distinguished pioneers in the Philosophy of Dialog, developed at the beginning of the 20th century his own philosophical approach. Parallel to this, he also published scriptures pertaining to education and andragogy. Both of these approaches, his philosophy and his concept of education, are based on an anthropological understanding which plead for a willingness of dialog and a dignified behaviour in terms of the Jewish-Biblical tradition. This work attempts to clarify the interpretation of Rosenzweig?s philosophical and educational work, analysing the concepts of Mensch, Freiheit, Leben, Zeit and Sprache (person, freedom, life, time and language). The first chapter highlights some of the main biographical facts which were significant for Rosenzweig?s understanding of the history of ideas and religion. Furthermore, Rosenzweig?s reference to Hegel, Schelling and Hermann Cohen and their relevance for his very own philosophical approach will be outlined. The second chapter illustrates the philosophical tradition standing in absolute contrast to his thinking: the Altes Denken (Old Thinking). The New Thinking ? his personal developed approach ? will be discussed in chapter three. How a person is definied within his own philosophy is displayed in chapter four, which can be understood as a consolidation of his anthropology into his concept of education. Consequently, an anthropology based on the New Thinking with a dialogical concept of education will be presented in chapter five. Therefore, a Neue Bildung (New Education) is demanded. In chapter six I will introduce new terms referring to Franz Rosenzweig, which illustrates the interdependence of his philosophy and pedagogy. A recapitulation of the results and conclusion is provided in the last chapter.