Titelaufnahme

Titel
Die Verfristung im Bauvertrag / eingereicht von Kathrin Sandtner
Verfasser/ VerfasserinSandtner, Kathrin
Begutachter / BegutachterinNitsche Gunter
Erschienen2010
UmfangVIII, 101 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Bauvertrag / Frist / Österreich / Bauvertrag / Frist / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-22380 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Verfristung im Zusammenhang mit Bauverträgen stellt ein heikles und vor allem bei Experten und Praktikern heiß diskutiertes Thema dar. Obwohl es dazu viele Abhandlungen gibt, setzen sich davon nur wenige mit der Kernproblematik selbst auseinander.Unter Verfristung versteht man, wie bereits geklärt, das Erlöschen einer Präklu-siv- oder Ausschlussfrist. Solche Fristen finden sich im Zusammenhang mit Bauverträgen zum Beispiel in den AGB von vielen Bauherren, die damit versu-chen die Zeitspanne, welche dem AN zur Anmeldung von Mehrkostenforderun-gen zur Verfügung steht, erheblich einzuschränken. Zur Hilfe kommt ihnen da-bei ganz erheblich die ÖNORM B 2110 selbst, die in Punkt 7.3.2 mit der Formu-lierung ?ehestens? nur einen sehr schwammigen Richtwert vorgibt. Eine Präklusivfrist findet sich außerdem in Punkt 7.4.3, der zumindest einen teilweisen Anspruchsverlust nach sich zieht, wenn man die Anmeldekriterien für Mehrkostenforderungen nach Punkt 7.4.1 nicht einhält.Auch der Anmeldezeitraum eines Vorbehalts im Zusammenhang mit der Schlussrechnung (8.4.2 ÖNORM B 2110:2009) kann bei Unachtsamkeit verfris-ten und damit schwerwiegende finanzielle Folgen für den AN nach sich ziehen. Der OGH nahm zu dieser Thematik zwar bereits mehrmals Stellung, änderte aber in dieser Beziehung bereits wiederholt seine Rechtssprechungslinie.Bei Mehrkostenforderungen scheiden sich die Geister. Der AG möchte sie, wenn möglich nicht bezahlen und wird mit Hilfe des Anti-Claimmanagements versuchen, Belege zu finden, warum die Mehrkosten nicht gerechtfertigt sind. Der AN wird im Gegensatz dazu alles daran setzen durch gut durchdachtes Claim-Management jegliche Mehrkosten zu finden und zu dokumentieren, um sie später erfolgreich einfordern zu können. Spielte das Claim-Management bzw das Anti-Claimmanagement bis vor Kurzem noch eine untergeordnete Rolle in vielen Unternehmen, wird es immer mehr zu einem zentralen Thema, besonders, wenn es um die Vergütung von Leistungen geht.

Zusammenfassung (Englisch)

The thesis is about claim-management and how to handle claims in connection with a building-contract, which is based on the ÖNORM B 2110 or on the ABGB. The core subject of the thesis is the question, when are claims time-barred? Which conditions in the ABGB, in the ÖNORM B 2110 or in the contract itself lead to the case that a right is time-barred? If a right is time-barred, it is extincted.In point 7.3.2 the ÖNORM is very spongy. It just says the contractor has inform his client (builder) so early as possible about claims. But there is no clear time specification to find. So many builders use this vagueness to refer to their own time specifications in their general contract conditions. Point 7.4.3 leads to a partial loss of eligibility, if the conditions in point 7.4.1 of the ÖNORM B 2110 were not kept. Also the registration of a provisio in the final account can be time-barred.