Titelaufnahme

Titel
Graz, Strukturwandel einer Stadt im Lichte ihrer Bauvorschriften (1856-1968) / eingereicht von Peter-Heinz Marauschek
Verfasser/ VerfasserinMarauschek, Peter-Heinz
Begutachter / BegutachterinCerwinka Günter ; Konrad Helmut
Erschienen2010
Umfang227 S. : Zsfassung + 1 CD-ROM
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2010
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Graz / Stadtentwicklung / Geschichte 1856-1968 / Graz / Stadtentwicklung / Geschichte 1856-1968 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-22373 Persistent Identifier (URN)
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Graz, Strukturwandel einer Stadt im Lichte ihrer Bauvorschriften (1856-1968) [1.13 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Mit dieser Arbeit wird der Versuch unternommen, die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse der Stadt Graz von der Mitte des 19. Bis zu 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts im Lichte ihrer Bauvorschriften wiederzugeben. Die Bauvorschriften spiegeln nicht nur die Wohnverhältnisse, sondern geben auch die Prioritäten wieder, die das jeweilige gesetzgebende Organ bzw. die Stadtverantwortlichen für die Stadterweiterung anstrebten.Diese Arbeit soll nunmehr das Bemühen der jeweiligen Stadtverantwortlichen um für sie vollziehbare Bauvorschriften wiedergeben und auch die Frage der politischen Gewichtung im Rahmen der Stadtentwicklung in einem Zeitraum untersuchen, in dem sich die Stadtbevölkerung verdreifacht beziehungsweise nach einer Vergrößerung des Stadtgebietes vervierfacht hat. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Behandlung von Keller- und Dachwohnungen gelegt, Wohnungskategorien in denen oftmals sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen untergebracht worden sind und bei denen Graz Spitzenwerte innerhalb der Großstädte der Habsburger-monarchie aufgewiesen hat.Neben diesen speziellen Grazer Besonderheiten sollen auch weitere für die Stadtentwicklung wesentliche Details, wie die zulässigen Gebäudehöhen, die für Graz typische Größe der Innenhöfe, aber auch Probleme der Straßenregulierung angesprochen werden, also die Möglichkeit für die Baubehörden bei der Bauplatzschaffung Grundstücke und Anlegerleistungen für die Neuanlage oder die Verbreiterung von Verkehrsflächen anfordern, oder sie im Wege der Enteignung einlösen zu können. Die hier entscheidende Frage inwieweit Privateigentum zu Gunsten der Verkehrsbedürfnisse der Allgemeinheit eingeschränkt werden kann, hat zu jeder Zeit unterschiedliche Zugänge erfahren.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis tries to describe the social, economic and political conditions in Graz during the second part of the 19th until the middle of the 20th century, as illustrated by its buildings regulations. These regulations not only reflect the living conditions, they also show the struggle between the legislative instruments and the citys political administration for the best solution. This thesis tries to describe the efforts of the persons responsible for a better law or new buildings regulations for this city, it deals with the question of political influence in a time, when the population grew three times, after the city territory changed its size, four times.Special attention was given to the basements flats and attic flats, lodges destined for socially disadvantaged people. Within the borders of the Habsburg Monarchy, the highest rate of this kind of poor flats could be met above all big cities in Graz.Beyond these specific aspects, the thesis shows further important details for the citys development, like authorized buildings heights, the dimensions of inner courtyards and problems of road regulations. It also shows the possibilities for construction departments, to request sides and work from investors for new or broader streets or even to expropriate them. The critical question is to what extent private property can be cut down on behalf of traffic needs for everybody. These questions had different answers every time. A temporary conclusion confirms the fact, that the heavy growth of cities in Middle Europe from the 19th Century until World War I did not lead in Graz to a massive building up of inner courtyards with a high number of backyard lodgings (?Hinterhauswohnungen?). Instead the immigrants often shifted to basement flats or flats under the roof, the city authorities were aware of health problems, and for a longer time they expressed their antipathy against it.