Titelaufnahme

Titel
Dogmatik der Verlängerung der Verjährungsfrist und deren kriminalpolitische Gründe / Philipp Anzenberger
Verfasser/ VerfasserinAnzenberger, Philipp
Begutachter / BegutachterinSchick Peter
Erschienen2010
Umfang65 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Verjährung / Strafrecht / Österreich / Verjährung / Strafrecht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-22306 Persistent Identifier (URN)
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Dogmatik der Verlängerung der Verjährungsfrist und deren kriminalpolitische Gründe [0.76 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Rechtsinstitut der strafrechtlichen Verjährung sowie dessen konkrete Ausgestaltung war in den letzten Jahren immer wieder Gegenstand gesetzlicher Novellierungen. Die vorgeschalteten politischen Debatten wurden ? etwa in Hinblick auf den besonders sensiblen Bereich des Sexualstrafrechts ? zum Teil sehr emotional geführt und führten zumeist zu Verschärfungen der geltenden Rechtslage. Als Instrument zur Regelung des Verjährungsrechts dienen zunächst die Verjährungsfristen des § 57 StGB, die sich an den Strafdrohungen der Delikte im Einzelnen orientieren. Ergänzt werden diese um die Verlängerungstatbestände des § 58 StGB, welche unter gewissen Voraussetzungen den An-, Fort- oder Ablauf der Verjährungsfrist hemmen. Die vorliegende Arbeit gibt zunächst einen Überblick über die geltende Rechtslage der Verfolgungsverjährung des § 57 StGB; anschließend sollen die einzelnen Tatbestände des § 58 StGB tiefergehend diskutiert und analysiert werden. Die Arbeit beschränkt sich dabei nicht darauf, eine rein materielle Erläuterung der geltenden Rechtslage zu bieten, vielmehr soll diese in eine dogmatische Aufarbeitung eingebettet und anhand von Gesetzesmaterialien, Literatur, Judikatur sowie Hilfsliteratur aus dem Bereich der Psychologie dargestellt werden. Einen Schwerpunkt stellt dabei das bereits erwähnte 2. Gewaltschutzgesetz 2009 dar, welches aufgrund seiner Aktualität von besonderem Interesse erscheint. Andere Schwerpunkte werden auf ausgewählte Problemstellungen im Zusammenhang mit der Verlängerung der Verjährungsfrist gelegt; etwa dem Problem der Rückwirkung neuer Verjährungsvorschriften oder der psychologischen ratio legis einer Anlaufhemmung bei Sexualdelikten.

Zusammenfassung (Englisch)

The statutory limitation as a legal institution of criminal law has been well discussed and frequently modified during the last couple of years. The political debates that preceded these modifications tended to be rather emotional and mostly (especially when it was about the very sensitive topic of sexual offenses) led to an aggravation of the current legal status. The most important instruments to regulate the law of statutory limitation are the actual periods of limitation that are laid down in § 57 StGB and depend on the range of punishment for the crime. These periods of limitation are completed by the facts of extension in § 58 StGB, that can prevent the statutory limitation or at least hinder the periods of limitation to run out under certain circumstances. At first, this thesis shall give an overview on the current legal situation of the criminal statutory limitation of § 57 StGB; then each of the facts of extension of § 58 StGB will be deeply analyzed and discussed. Doing so, this thesis is not only going to give pure legal explanations but will also discuss the ratio legis, the opinions in literature (party from a psychological point of view) and jurisdiction as well as the dogmatic background of the rules for statutory limitation. One main emphasis shall be put on the 2. Gewaltschutzgesetz 2009, which seems to be of particular interest because of the recent and important changes that were involved with it. Also, some other selected problems that are connected with the facts of extension, such as the retroactive effects of a new legal situation of the criminal statutory limitation on crimes that were already committed or the psychological ratio legis of the obstruction of periods of limitation regarding sexual offenses, will be discussed,.