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Title
Emotionssoziologische Betrachtung der Ursachen ethnisch-nationaler Konflikte am Beispiel des Jugoslawienkrieges 1991-1995 : unter besonderer Berücksichtigung der kroatischen Konfliktsituation ; sociology-of-emotions analysis of the reasons of ethnic-national conflict ; the example of the war in former Yugoslavia focusing on the Croatian conflict / Kanižaj Marija-Magdalena
Additional Titles
Sociology-of-emotions analysis of the reasons of ethnic-national conflict. The example of the war in former Yugoslavia focusing on the croatian conflict
AuthorKanižaj, Marija-Magdalena
CensorKuzmics Helmut
Published2010
Description84 Bl. : Zsfassung
Institutional NoteGraz, Univ., Masterarb., 2010
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Zsfassung in engl. Sprache
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (GND)Jugoslawienkriege / Minderheitenfrage / Kriegsursache / Soziologie / Jugoslawienkriege / Minderheitenfrage / Kriegsursache / Soziologie / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-22213 Persistent Identifier (URN)
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Emotionssoziologische Betrachtung der Ursachen ethnisch-nationaler Konflikte am Beispiel des Jugoslawienkrieges 1991-1995 [0.39 mb]
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Abstract (German)

Emotionssoziologische Betrachtung der Ursachen ethnisch-nationaler Konflikteam Beispiel des Jugoslawienkrieges 1991-1995. Die jugoslawische ?Brüderlichkeit und Einheit? verlor seit Titos Tod 1980 von Jahr zu Jahr an Bedeutung, hinter dem sozialistischen Slogan stand bald nur noch getrübte Erinnerung, ersetzt durch Uneinigkeit in wirtschaftlichen und politischen Belangen, dem wachsenden Streben nach Selbstbestimmung und dem Ausleben nationalistischer Träume. Auf den Prozess des Zusammenbruchs Jugoslawiens wirkten sich einige unterschiedliche Faktoren aus, tatsächlich gibt es nicht ?die eine? Ursache, die den Krieg und die Zerstörung aller brüderlichen und einheitlichen Bande zur Folge hatte. Im Jahre 1995 endet der Bürgerkrieg auf dem Gebiet des ehemaligen Vielvölkerstaates. Während in Deutschland die Mauer zum Fall gebracht und die Bevölkerung Deutschlands wiedervereint wird, zerfällt die Republik Jugoslawien in ihre Bestandteile. Was Jugoslawien zusammengeführt, hat es auch wieder zerstört. Sechs Völker, drei Konfessionen, eine Sprache. Aus der Vielfalt entstand einst Verbundenheit, durch die Unterschiede wurde plötzlich Unmut. Dann war es plötzlich Krieg. Es geht hier nicht um Schuldzuschreibungen, wer den Krieg begonnen hat oder nicht, in dieser Abhandlung will ich vielmehr versuchen zu verstehen, wie es soweit kommen konnte, dass Menschen, die jahrzehntelang neben- und miteinander lebten, sich eines Tages plötzlich vom Nachbarn, vom Bruder, vom Freund bedroht sehen konnten, nur weil sie anderer Nationalität oder Religion waren. Es ist der Versuch, Emotionen soziologisch zu beleuchten, um eine Antwort auf meine Frage zu erhalten, was zu diesem Krieg in Jugoslawien führte und warum er solche personalisierte Form an Gewalt und skrupelloser Zerstörung des einst vereinten Eigentums annehmen konnte, und welchen Einfluss Emotionen auf das Aufkommen von Nationalismen und deren zerstörerischer Kraft in Jugoslawien ausübten.

Abstract (English)

Sociology-of-emotions analysis of the reasons of ethnic-national conflict. The example of the war in former Yugoslavia focusing on the Croatian conflict. The Yugoslav ?brotherhood and unity? lost its significance from Tito?s death in 1980 on. Behind the socialistic slogan remained only misty memory, which was replaced by discords concerning economical and political issues as well as the increasing strive for autonomy and the desire to live up to nationalist dreams. As to the fall of Yugoslavia there can not be found ?the only one? cause that led to war and annihilation of all unifying bonds. The civil war at the territory of former Yugoslavia ended in 1995. While the Berlin Wall in Germany was to fall in order to reunite the German people, Yugoslavia was to pull to pieces. What of Yugoslavia was built on, was what it had spoiled. Six nations, three confessions, one language. Once, diversity created attachment, but the differences created repugnance. All of a sudden we were in war. The intention here is not to assign blame who started fighting or war, what I rather try is to understand how it could have happened, that people living a lifetime side by side, could suddenly feel threatened by their neighbour, brother, or friend, just because he had been different nationality or confession. This paper is an attempt to a sociology-of-emotions analysis in order to find a possible answer to what had led to war in Yugoslavia and how this war could get such a personalized form of violence and unscrupulous lust for destruction. And it is meant to find out about the influence of emotions on the emergence of nationalism and its destructive impetus which we witnessed in the war in former Yugoslavia.

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