Titelaufnahme

Titel
Emo : Beschreibung einer heterogenen Jugendszene / Carina Hauser
Verfasser/ VerfasserinHauser, Carina
Begutachter / BegutachterinPrisching Manfred
Erschienen2010
Umfang102 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2010
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Emo / Jugendkultur / Emo / Jugendkultur / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-22086 Persistent Identifier (URN)
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Jugendliche Emos sind äußerlich an toupierten Haaren, engen, meist schwarzen Jeans, auffälligen, meist bunten Accessoires und an üppiger Schminke zu erkennen. Auf den ersten Blick lassen sich zwischen männlichen und weiblichen Emos kaum Unterschiede in Bezug auf das äußere Erscheinungsbild feststellen, was auf die Androgynität der männlichen Emos zurückzuführen ist. Der männliche Emo steht dem weiblichen Emo in Bezug auf lackierte Fingernägel, Haartrachten und Schminke sowie enge Kleidung um nichts nach. Die offensichtliche Zurschaustellung weiblicher Attribute von Seiten männlicher Emos steht im Gegensatz zum verbreiteten Männlichkeitsideal westlicher Gesellschaften und ist für viele der Ansatzpunkt für herabwürdigende und homophobe Aussagen. Seinen Höhepunkt erreichte der Emohass im Frühjahr 2008 in der mexikanischen Stadt Querétaro. Emos wurden von Mitgliedern anderer Jugendszenen gejagt und zum Teil körperlich verletzt. Recherchiert man im Internet, trifft man auf unterschiedliche Webseiten, die sich gegen Emo aussprechen und zum Teil Hassparolen gegen Emo beinhalten. In der Schwulen- und Lesbengemeinschaft hat das Aufgreifen von sexuellen Tabuthemen und die Androgynität der männlichen Emos ebenfalls Wellen geschlagen. Die Emokultur gab Anlass zu Diskussionen über den Bruch mit traditionellen Rollenbildern. Auf verschiedenen Webseiten ruft die Schwulen- und Lesbengemeinschaft zu Solidarität mit Emo auf. Zudem war die Jugendszene Emo eine Zeit lang Thema in unterschiedlichsten Medien, die das stereotypisierte Bild des depressiven, sich ritzenden Emos transportierten. Wer genau sind also diese jugendlichen Emos, die solch ambivalente Reaktionen provozieren? Meine Untersuchung beantwortet diese Frage mit Hilfe der sozialwissenschaftlichen Methoden Beobachtung, qualitatives Interview und Analyse von Diskussionsbeiträgen eines Internetforums und leistet somit einen Beitrag zum grundlegenden Verständnis der Emoszene.

Zusammenfassung (Englisch)

Juvenile Emos are recognized by teased hair, tight and usually black jeans, by flashy and usually multicolored accessories and by flashy make-up. At first sight differences between male and female Emos in regard to the look can be hardly determined. That is corresponded to the androgynous look of the male Emos. Comparing with the style of the female Emo the male Emo paints his fingernails, styles his hair, uses make-up and wears tight clothes in almost the same manner. Male Emos obviously represent female attributes, that stands contrary to the common ideal of masculinity of western societies. For many the contrary presentation of masculinity is the starting point for down-appreciating and homophobe statements. In spring 2008 the hate against Emos reached its highest point in the Mexican city Querétaro. Emos were hunted by members of other youth scenes and to some extent were injured physically. If one investigates in the Internet, one finds different web pages against Emos. Some of the web pages also contain hate slogans against Emo. The taking up of sexual taboo topics and the androgynous look of the male Emos became an issue in the gay and lesbian community. Emo gave cause for discussions over the break with traditional role pictures. The gay and lesbian community calls to solidarity with Emo on different web pages. Besides, the youth scene Emo was topic in media for some time, which demonstrated the stereotypical picture of the depressive, self-harming Emo. Who exactly are those Emos, who provoke such ambivalent reactions? My investigation answers this question with the help of the sociological methods observation, qualitative interview and analysis of discussion contributions of a bulletin board and makes a contribution for the basically understanding of the Emoscene.