Titelaufnahme

Titel
EU-Medienpolitik und Europa-Bewusstsein : eine Darstellung unter Berücksichtigung der rechtshistorischen Entwicklung / vorgelegt von Peter Walter
Verfasser/ VerfasserinWalter, Peter
Begutachter / BegutachterinPrettenthaler-Ziegerhofer Anita ; Hiebaum Christian
Erschienen2011
Umfang195 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2011
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Europäische Union / Medienpolitik / Europäische Union / Medienpolitik / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-22000 Persistent Identifier (URN)
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EU-Medienpolitik und Europa-Bewusstsein [1.18 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Obgleich auf eine mittlerweile mehr als fünfzig-jährige Integrationsgeschichte der heutigen EU, mit einer größtenteils erfolgreichen Umsetzung des Binnenmarktkonzepts, zurückgeblickt werden kann, scheint es, als würde mit zunehmendem Integrationsniveau die Identifikation der UnionsbürgerInnen mit der Union eher abnehmen. Umfrageergebnisse - insb. die des Eurobarometers 72 - lassen erkennen, dass sich die meisten BürgerInnen der Union nicht hinreichend mit ihr verbunden fühlen und sich nur wenig mit ihr identifizieren. Es muss daher von einer äußerst fragilen Form EUropäischen Bewusstseins bzw EUropäischer kollektiver Identität ausgegangen werden. Dieses Manko könnte längerfristig die Überlebensfähigkeit des europäischen politischen Systems ernsthaft gefährden und sogar einen gänzlichen Systemzerfall nach sich ziehen. Diese Arbeit hatte es sich zum Ziel gemacht, aus einem rechtshistorischen Blickwinkel, unter Berücksichtigung des rechtlichen Rahmens der EU, allgemein-politologischer Zusammenhänge und der empirisch-analytischen Erkenntnisse der (Massen-)Soziologie zu überprüfen, ob die europäische Medienpolitik dazu beitragen könne, europäische Identität zu fördern oder gar zu erschaffen. Aufgrund der Tatsache, dass es im Fall einer manipulativ-konstruktiven Einflussnahme EUropäischer Politik auf die Förderung einer EUropäischen Identität stets multifaktorieller Maßnahmen bedarf, könnte die EU-Medienpolitik zusammen mit anderen Maßnahmen - sozusagen viribus unitis - ein Glied in der Kette bilden, die den Karren der EU-Identitätspolitik zieht. Im Zuge dieser Arbeit konnte, unter Berücksichtigung der Verflechtungen und Rückkoppelungseffekte von kollektiver Identität, Demokratie, Legitimität sowie Öffentlichkeit, aufgezeigt werden, wie die EUropäische Medienpolitik von der EUropäischen Identitätspolitik instrumentalisiert werden könnte, um die erhofften Effekte zu erzielen.

Zusammenfassung (Englisch)

Although we can now look back to more than fifty years of European-integration-history with a mostly successful conversion of the single-market-concept, it seems that the identification of the EU-citizens is rather reducing linked to the rise of the integration level. Survey results - especially the results of Eurobarometers 72 - were showing that most of the EU-citizens do not feel adequate connected to the EU and do not identify with the EU either.Therefore we have to extinguish that the implementation of the European consciousness / European collective identity is very fragile. This drawback might endanger long-term the survivability of the European political system or cause a total system collapse. The intention of this dissertation was to check, from a legal history perspective, considering the legal border of the EU, abstract-politological connections and empiric-analytic knowledge of (mass-)sociology, whether European media-policy can help to advance or generate European identity. Due to the fact that in case of a manipulative-constructive European-policy-influence of the advancement for European identity muliti-factorial arrangements were needed, European media-policy might form in combination with other arrangements (viribus unitis) a link of a chain, that can pull the wagon of European-identity-policy.As a result of this dissertation, it can be showed, considering the connections and feedback-effects of collective identity, democracy, legitimacy and public, how European media-policy can be exploited to realize the hoped for effects.