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Title
Der Jugendwohlfahrtsträger als Obsorgebetrauter : mit besonderer Berücksichtigung von Pflege und Erziehung / eingereicht von Eva-Maria Pfandlsteiner
AuthorPfandlsteiner, Eva-Maria
CensorFerrari Susanne
Published2011
DescriptionX, 81, XX Bl. : Zsfassung
Institutional NoteGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (GND)Österreich / Jugendwohlfahrtsrecht / Obsorge / Österreich / Jugendwohlfahrtsrecht / Obsorge / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-21996 Persistent Identifier (URN)
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Der Jugendwohlfahrtsträger als Obsorgebetrauter [0.6 mb]
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Abstract (German)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem JWT als Obsorgebetrauten und legt das Hauptaugenmerk auf den Bereich der Pflege und Erziehung. Zunächst wird auf die Obsorge gem den §§ 144 ff ABGB eingegangen, wobei verdeutlicht werden soll, dass der JWT nur subsidiär mit der Obsorge zu betrauen ist. Außerdem wird auf die einzelnen Obsorgebereiche eingegangen, wobei das Hauptaugenmerk wieder auf Pflege und Erziehung gelegt wird. Danach wird ein Überblick über das Wesen des JWT gegeben. Der größte Teil dieses Kapitels wird den Aufgaben und Angeboten des JWT gewidmet. Anschließend wird in medias res gegangen: Der JWT als der Träger der Obsorge gem den § 211 S 1, 213 und 215 (1) S 1 ABGB. Vor allem die Verhinderungsgründe der Eltern und ihre Relevanz für § 213 ABGB werden ausführlich behandelt, wobei der Schwerpunkt auf den Entzug der Obsorge gelegt und die Frage behandelt wird, was eine Kindeswohlgefährdung ist und was nicht. § 215 (1) S 2 ABGB ermächtigt den JWT, bei Gefahr im Verzug eigenmächtig Maßnahmen zu treffen. Nachfolgend wird auf den JWT im Bereich der Pflege und Erziehung eingegangen, nämlich hinsichtlich der vollen Erziehung, einerseits freiwillig, andererseits gegen den Willen der Erziehungsberechtigten. Ausführlich eingegangen wird auf die Frage, wer nun bei freiwilliger voller Erziehung tatsächlich mit der Obsorge betraut ist. Diese Frage ist heftig umstritten und wirkt sich auch auf die haftungsrechtliche Beurteilung aus. Die letzten Kapitel widmen sich den Mindestrechten der Eltern, sofern ihnen die Obsorge entzogen wurde sowie dem Sonderproblem der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge. An letzter Stelle wird ein Ausblick auf das Bundes-Kinder- und Jugendhilfegesetz 2010 gegeben, das sich derzeit im Begutachtungsverfahren befindet. Ziel dieser Arbeit ist es, einen Überblick über den JWT als Obsorgebetrauten ? mit besonderer Berücksichtigung von Pflege und Erziehung ? zu geben und Lösungsmöglichkeiten für stritte Rechtsfragen aufzuzeigen.

Abstract (English)

This thesis deals with the youth welfare office as charged authority for child custody focusing on care and education. First, the question will be answered, what child custody is (with attention on care and education) and that the youth welfare office is only a subsidiary charged authority for child custody. Afterwards an overview on the youth welfare?s character. What follows is the large field of youth welfare office as charged authority for child custody according to §§ 211 S 1, 213 and 215 (1) S 2 ABGB. According to § 213 ABGB the youth welfare office is the subsidiary charged authority for child custody, when the parents are prevented for whatever reason. These reasons will be discussed in detail, focusing on child custody?s withdrawal. According to § 215 (1) S 2 ABGB the youth welfare office is authorised to take measures when there is imminent danger. Thereafter ?plenary education? will be discussed in detail. The question will be answered if a measure due to § 215 (1) S 2 ABGB is allowed and who is charged authority for child custody if the measure is taken voluntarily. This issue is heavy disputed and also vital for liable questions. The last chapters will be dealing with parents? minimum rights, unaccompanied refugee minors and Bundes-Kinder- und Jugendhilfegesetz 2010.The aim of this thesis is to give an overview of the youth welfare office as charged authority for child custody focused on care and education.