Titelaufnahme

Titel
"Projekt Gruppensprecher" - Begleitstudie eines Pilotprojekts zu Selbstvertretungsmöglichkeiten und Mitbestimmungsrechten für Menschen mit Behinderung im Bereich Arbeit und Beschäftigung / vorgelegt von Ines Kremsl
Verfasser/ VerfasserinKremsl, Ines
Begutachter / BegutachterinReicher Hannelore
Erschienen2011
Umfang118 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Steiermark / Behinderung / Lebenshilfe / Projekt / Steiermark / Behinderung / Lebenshilfe / Projekt / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-21974 Persistent Identifier (URN)
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"Projekt Gruppensprecher" - Begleitstudie eines Pilotprojekts zu Selbstvertretungsmöglichkeiten und Mitbestimmungsrechten für Menschen mit Behinderung im Bereich Arbeit und Beschäftigung [0.99 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit ist eine Begleitstudie zu einem Pilotprojekt der Lebenshilfe Graz und Umgebung-Voitsberg, welches die Selbstvertretungsmöglichkeiten und Mitbestimmungsrech-te von Menschen mit intellektueller Behinderung im Bereich Arbeit und Beschäftigung zum Inhalt hat. Neben der Darstellung unterschiedlicher theoretischer Zugänge zum Thema Selbstbestimmung wird auch die Entwicklung des Selbstbestimmungsparadigmas und der Selbstvertretungsbewegung von Menschen mit Behinderung aufgezeigt. Die Erfahrungen von Menschen mit intellektueller Behinderung mit Selbstvertretung und ihre Sichtweise dazu sind weitere Schwerpunkte dieser Arbeit. Außerdem erfolgt eine Übersicht relevanter rechtlicher Grundlagen auf UN-, EU- und innerstaatlicher Ebene am Beispiel Deutschlands und der österreichischen Bundesländer Niederösterreich und Oberösterreich. Im Rahmen des hier begleiteten Projekts (?Projekt Gruppensprecher?) wurde in einigen Werkstätten der Lebens-hilfe Graz und Umgebung-Voitsberg eine dreimonatige Pilotphase durchgeführt, um Erfahrungen für eine generelle Implementierung von GruppensprecherInnen in allen Werkstätten des Unternehmens sammeln zu können. Die Befragung einzelner TeilnehmerIn-nen dieser ?Probephase? durch qualitative Interviews sollte Aufschluss darüber geben, welche notwendigen bzw. zweckmäßigen Schritte für die künftige Ausrichtung der Selbstvertretung abzuleiten sind. Die Auswertung der Interviews mittels qualitativer Inhaltsanalyse zeigte, dass die Einführung dieses Amtes sowohl bei den GruppensprecherInnen selbst als auch bei den von ihnen Vertretenen ein Gefühl der Aufwertung erzeugte, der Umgang zwischen ihnen und dem Personal der Einrichtungen ebenbürtiger wurde und ihre Anliegen ernsthafter aufgegriffen wurden, dass aber noch eine genauere Festlegung ihrer Rechte und Mitsprachemöglichkeiten erfolgen muss.

Zusammenfassung (Englisch)

This master thesis is an accompanying qualitative research study to a pilot project of Lebens-hilfe Graz and Umgebung-Voitsberg. It examines the possibilities of self-advocacy and the rights of co-determination of people with intellectual impairment in the area of employment. In addition to the description of different theoretical approaches to the issue of self-determination, this study will also delineate the development of the paradigm of self-determination and of the movement of self-advocacy of people with disabilities. Furthermore a focus lies on the experiences people with intellectual disabilities have gained with self-representation and on their points of view in that regard. In addition, the relevant legal frame-work on UN-, EU- and intrastate level will be outlined, drawing on the examples of Germany and the Austrian federal provinces of Lower Austria and Upper Austria. In the course of the accompanied project (?project group-representatives?), a three-month pilot phase took place in a few sheltered workshops of Lebenshilfe Graz and Umgebung-Voitsberg. The central aim was to gather experiences with regard to a possible general implementation of group-representatives in all workshops of the organization. Qualitative interviews with individual participants in this test run are conducted to point out which necessary resp. appropriate mod-ifications for the future concept of self-representation will be derived. The interpretation of the interviews with the help of a qualitative content analysis has shown that by appointing representatives both the group-representatives and the people represented by them felt more appreciated and more on a par in their relationship with the staff of the institutions and that their needs and concerns were taken more seriously. Yet their rights and their opportunities of having a voice still need to be defined more precisely.