Titelaufnahme

Titel
Erlebniswelt Ausland : Erfahrungen mit dem Fremden im internationalen Berufsumfeld / Verfasser: Ronald Kalchschmied
Verfasser/ VerfasserinKalchschmied, Ronald
Begutachter / BegutachterinScherke Katharina
Erschienen2010
Umfang167 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2010
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Auslandstätigkeit / Fremdheit / Alltag / Auslandstätigkeit / Fremdheit / Alltag / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-21578 Persistent Identifier (URN)
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Erlebniswelt Ausland [1.41 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Untersuchung lebensweltlicher Erfahrungen von im Ausland beschäftigten Arbeitskräften, ob auf Entsendebasis als Expatriate oder auf Basis eines Pendeleinsatzes, ist kein genuin soziologischer Forschungsbereich. Fremdheitserfahrungen im internationalen Kontext sind weitestgehend Gegenstand wirtschaftswissenschaftlicher bzw. an der Praxis orientierter Forschungsfächer (internationales Management). Aufgrund fortschreitender Internationalisierung wird auch in Zukunft damit zu rechnen sein, dass berufliche Auslandseinsätze zunehmen werden. Daher werden sich Kulturkontakte weiter häufen und intensivieren. In der vorliegenden Untersuchung werden MitarbeiterInnen eines steirischen Industriebetriebes in leitfadenorientierten Interviews danach befragt, wie sich ihr beruflicher und privater Auslandsalltag im Allgeneinen gestaltete. Der sozialstrukturelle Erfahrungsraum wird dadurch mitbestimmt, dass die russische Stadt, in der die Interviewten beschäftigt sind, lange den Status einer ?geschlossenen Stadt? hatte. Im Speziellen ist von Interesse, welche Erfahrungen in diesem spezifischen Kontext Fremdheit konstituieren. Daneben wird der Frage nachgegangen, wie Fremdheit konstituierende Erfahrungen in der Alltagssprache bezeichnet und umschrieben werden. Überdies wird herausgearbeitet, welche Strategien des Umgangs mit der wahrgenommenen Situation angewendet werden. Theoretisch ist die Arbeit in den weiteren Rahmen einer Soziologie der Fremdheit gestellt, wobei in einer enger gefassten Perspektive postkolonialistische und praxistheoretische Ansätze als Erklärungsfolie dienen. Eine der zentralen Erkenntnisse der Arbeit ist, dass Personen in der Fremde gerade in Bereichen des Alltäglichsten, wie Verpflegung, Wohnen oder Sicherheit, an ihre Grenzen stoßen. Für eine gelungene internationale Zusammenarbeit ist daher unumgänglich, neben den gewöhnlich als vordergründig erachteten sprachlichen und fachlichen Vorbereitungsaspekten, auch alltägliche Lebensbereiche mitzudenken.

Zusammenfassung (Englisch)

The study of everyday experiences of employees abroad, either as expatriates or based on international commuter assignments, is not a genuine sociological area of research. Strangeness experiences in the international context are, to a large extent, part of economic research or praxis-oriented subjects (international management). Due to the ongoing internationalisation expatriation or international commuting can be expected to pile up in the future. Therefore intercultural contacts will also increase and intensify in the future. In this study, employees of a Styrian industrial company are interviewed and asked, how they had managed generally their professional and private life abroad. The socio-structural framework of everyday experiences has been determined by the fact that the Russian city, in which the interviewees where located, was a ?closed city?. In this context it has been of specific interest, to find out, what kind of experiences constitute strangeness. Additionally the study focused on the question, how strangeness constituting experiences will be described or paraphrased with the usage of everyday language. Moreover the study aimed at finding out more about the strategies of the employees to cope with the situation in this specific context. Theoretically the study can be integrated into the wider framework of the sociology of strangeness. In a narrower sense it can be drawn against the background of postcolonial and praxis-oriented perspectives. One of the key findings of this work is, that people abroad may reach their limits in respect to the most mundane areas, such as food, housing, or security. For a successful international cooperation it is therefore essential to consider this commonplace aspects of life besides more usual aspects of preparation, such as language skills and occupational competence.