Titelaufnahme

Titel
Bystander & Determinismus / Katharina Unger
Verfasser/ VerfasserinUnger, Katharina
Begutachter / BegutachterinFischer Peter
Erschienen2010
UmfangVI, 133 Bl. : Zsfassung ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Prosoziales Verhalten / Determinismus / Prosoziales Verhalten / Determinismus / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-21473 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

ZusammenfassungAngelehnt an die Vorgängerstudie von Baumeister, Masicampo und DeWall (2009) wird in dieser Studie prosoziales Verhalten hinsichtlich der durch Manipulation hervorgerufenen Einstellung zum freien Willen bzw. Determinismus untersucht. Im Gegensatz zu Baumeister et al. (2009) wird hierbei das Verhalten auf einen tatsächlichen, nicht gefährlichen Vorfall analysiert. Dazu werden 81 Männer und Frauen zwischen 18 und 33 Jahren, welche zum größten Teil StudentInnen waren, gebeten, an einer Fragebogenstudie teilzunehmen. In Wahrheit galt es aber während des Fragebogenausfüllens auf einen hinuntergefallenen Koffer zu reagieren und der Untersuchungsleiterin zu helfen, Gegenstände aufzuheben. Dieses videounterstützte Laborexperiment ereignete sich entweder in Gesellschaft zweier Bystander, welche den Vorfall mitbeobachteten ohne einzuschreiten, oder als die Untersuchungsperson alleine war. Somit wurde basierend auf dem Bystander-Effekt (Latané & Darley, 1970) angenommen, dass die Anwesenheit anderer Personen ProbandInnen daran hemmt, einzuschreiten. Zusätzlich wurde die theorieabgeleitete Hypothese aufgestellt, dass Personen, die an freien Willen glauben, eher Verantwortung übernehmen und dadurch eher, mehr und schneller helfen als Personen, die an Determinismus glauben. Entgegen den Vermutungen zeigt sich der Bystander-Effekt nur bei deterministischer Einstellung, während der freie Wille prosoziales Verhalten auch ohne Gegenwart anderer Personen hemmt. So lässt sich das Zeigen von Hilfe prognostizieren, wenn Personen an Determinismus glauben und alleine einen Vorfall beobachten. Die Ergebnisse liefern auch Beweise dafür, dass HelferInnen mehr positive Stimmung zeigen als Nicht-HelferInnen und Personen eher, mehr und schneller helfen, wenn andere Zuschauer bekannt sind. Des Weiteren werden Erkenntnisse darüber gewonnen, welche Reaktionen noch zusätzlich gezeigt werden, aus welchen Gründen Personen helfen und warum Personen daran scheitern einzugreifen.

Zusammenfassung (Englisch)

AbstractBased on the study of Baumeister, Masicampo und DeWall (2009), the purpose of this study was to explore the effect of the manipulated believe in determinism or free will on prosocial behavior. We induced a realistic nonemergency situation to explore reactions. 81 men and women between the ages of 18 and 33 years were asked to fill in some questionnaires to promise real and non social-desirable behavior. The laboratory experiment based on comparing each persons acting upon another person needing help after dropping a bag with objects tumbling on the floor. We hypothesized, that more people would assist in lifting objects, when they are the only bystander instead of having the presence of another. In addition, that people, who believe in free will would help more often than ones, who believe in determinism, so the theory says. The results show, that the bystander effect (the presence of bystander reduces helping) only exists, when people believe in determinism. Free will reduces the helping behavior even though people are watching the situation alone. Thus, helping behavior can be predicted when determinism and an alone situation is given. Furthermore more positive affect was observed in a helper than in a non-responder. People, who are familiar with other bystander, react more often, faster and greater than those, who do not know the potential helper. The results reveal interesting reasoning for helping or failing to intervene.