Titelaufnahme

Titel
Der biometrische Reisepass und dessen Vereinbarkeit mit den Grundrechten der österreichischen Rechtsordnung / von: Michael Ferdinand Hollerer
Verfasser/ VerfasserinHollerer, Michael
Begutachter / BegutachterinBrünner Christian
Erschienen2010
UmfangGetr. Zählung : Zsfassung ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Biometrischer Pass / Recht / Österreich / Biometrischer Pass / Recht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-21378 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Der biometrische Reisepass und dessen Vereinbarkeit mit den Grundrechten der österreichischen Rechtsordnung [8.77 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Der biometrische Reisepass und dessen Vereinbarkeit mit den Grundrechten der österreichischen RechtsordnungDurch die Veordnung der (EG) Nr. 2252/2004 normierte der europäische Gesetzgeber neue Sicherheitsnormen für Reisedokumente und Pässe in den Mitgliedstaaten.Das Telos dieser Verordnung bestand darin, die Fälschung und die Verfälschung von Reisedokumenten und Pässen europaweit zu unterbinden: Die Geburtsstunde des biometrischen Reisepasses. Es bedurfte folglich einer technischen Umsetzung dieser Sicherheitsnormen. Das Verständnis dieser technischen Abläufe ist Vorraussetzung, um den Umfang und die Tragweite der Einführung von biometrischen Reisepässen zu erkennen. Gleich zu Beginn dieser Arbeit gilt es daher darzustellen in welcher Form biometrische Daten technisch erfasst werden und auf welche Art und Weise eine Verifikation und Überprüfung der vorhanden Daten erfolgt. Auf diesem technischen Wissen aufbauend wird in einem nächsten Schritt inhaltlich die Veordnung der (EG) Nr. 2252/2004 sowie die Abänderungsverordnung der (EG) Nr. 444/2009 ausführlich geprüft. Der österreichische Gesetzgeber reagierte legislativ auf diese Verordnung, indem er das Passgesetz 1992 renovellierte. Entsprechende inhaltliche Änderungen werden anhand der einzelnen Paragraphen des Passgesetzes 1992 systematisch dargestellt.Inwieweit durch die Renovellierung des Passgesetztes 1992 die Rechte des Einzelnen tangiert und betroffen sind, wird in einer abschließenden Grundrechtsprüfung ausgeführt. Dabei wird das Grundrecht auf Datenschutz gemäß § 1 DSG , auf Achtung des Privat und Familienlebens gemäß Art 8 EMRK und letzlich das Grundrecht auf Freizügigkeit gemäß § 4 StGG geprüft. Berücksichtigt wird punktuell eine rechtsvergleichende Sicht in die deutsche Rechtsordnung. Ebenso die Stellungnahmen des Österreichischen Datenschutzrates.

Zusammenfassung (Englisch)

The biometric passport and its compatibility with the fundamental rights of the Austrian legal systemThrough Council Regulation (EC) No 2252/2004, the European legislator has standardized new security features for travel documents and passports issued by Member States. The aim of this Regulation was to prevent forgery and falsification of travel documents and passports all over Europe: the birth of the biometric passport. Hence, these security features had to be technically implemented. The understanding of these technical processes is a precondition in order to realize the extent and consequences of the introduction of the biometric passports. Therefore it is necessary to present, right from the beginning of this paper, the way in which biometrical data are technically collected and the way in which the existing data are verified and checked. Following this technical knowledge, the next step is to thoroughly scrutinize the contents of Regulation (EC) No 2252/2004 as well as of the amending Regulation (EC) No 444/2009. The Austrian legislator reacted legislatively to this Regulation by revising the Passport Law 1992. The changes made to the content are systematically described based on the individual articles of the Passport Law 1992. A final examination of the fundamental rights will explain to what extent the individual rights are affected by the revision of the Passport Law 1992. At the same time, the fundamental right to data protection based on Art. 1 DSG (Data Protection Law), to respect of private and family life based on Art. 8 ECHR and finally the fundamental right to free movement based on art. 4 StGG (Constitutional Court Law) are examined. A comparative perspective will be given selectively on the German legal system as well as the opinion of the Austrian Data Protection Council.