Titelaufnahme

Titel
Die sozialen Grundrechte nach dem Vertrag von Lissabon : mit Konzentration auf die Entwicklungen des Streikrechts / vorgelegt von Claudia Kriechbaum
Verfasser/ VerfasserinKriechbaum, Claudia
Begutachter / BegutachterinMarhold Franz
Erschienen2010
UmfangVI, 85 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND) Vertrag von Lissabon / Soziales Grundrecht / Vertrag von Lissabon / Soziales Grundrecht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-21186 Persistent Identifier (URN)
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Die sozialen Grundrechte nach dem Vertrag von Lissabon [0.43 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die EU wurde durch das Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon in ihren Grundzügen reformiert. Diese Arbeit hat sich das Ziel gesetzt herauszufinden, inwieweit sich durch den Reformvertrag Änderungen im Bereich der sozialen Grundrechte ergeben bzw ob sich die an den Reformvertrag gestellten Erwartungen an die Entwicklung der sozialen Grundrechte erfüllt haben. Weiters wird versucht, die Änderungen im Bereich des Streikrechts näher zu beleuchten. Zu diesem Zweck konzentriert sich diese Arbeit zunächst auf die sozialen Grundrechte und deren geschichtliche Entwicklung, danach wird auf die Quellen der sozialen Grundrechte näher eingegangen. Als besondere Neuerung enthält Art 6 (1) EUV idF Lissabon nunmehr den Verweis auf die Charta der Grundrechte der Europäischen Union (GRCh). Auf diese Charta wird daher besonderes Augenmerk gelegt. Des Weiteren widmet sich diese Arbeit der Rechtsprechung des EuGH in den Rechtssachen Viking und Laval und untersucht deren Auswirkungen auf das Unionsrecht bzw das Recht der Mitgliedstaaten. Schließlich wird auf das Verhältnis der Grundrechte zu den Grundfreiheiten näher eingegangen. Anhand des Rechtsvergleiches konnte so herausgefunden werden, dass die GRCh durch den Verweis des Art 6 (1) EUV idF Lissabon zum Bestandteil des primärrechtlichen Unionsrechts zu zählen ist. Somit enthält das Primärrecht einen umfassenden, mit Verbindlichkeit ausgestatteten Katalog an (sozialen) Grundrechten, welcher zudem gleichrangig ist mit den Verträgen. Durch den Verweis in Art 6 (1) EUV idF Lissabon hat nun auch die österreichische Rechtsordnung einen verbindlichen Katalog an (sozialen) Grundrechten erhalten. In Art 28 GRCh ist nunmehr das Recht auf Kollektivverhandlungen und Kollektivmaßnahmen geregelt. Durch die weitreichenden Einschränkung des Anwendungsbereiches der GRCh in Art 51 leg cit ist es jedoch fraglich, inwieweit diese Änderungen im Bereich der sozialen Grundrechte tatsächlich Auswirkungen für die Praxis entfalten können.

Zusammenfassung (Englisch)

The Treaty of Lisbon, who entered into force on 1 December 2009, had great influence on the substance of the European Union. This thesis concentrates on the development of the social fundamental rights according to that Treaty. Furthermore it is devoted to the modifications of the freedom of strike. Therefore the thesis starts with an overview of the social rights and their historical developments. After that it continues with the sources of the social rights. Due to the reference in Article 6 (1) of the Treaty on European Union in the version of the Treaty of Lisbon there will be a special attention paid to the Charter of Fundamental Rights of the European Union. Moreover the thesis concentrates on the jurisdiction of the European Court of justice in the cases Viking and Laval and examines the consequences of that jurisdiction for the law of the European Union and the law of the member states. Afterwards it comments on the relation of the fundamental rights to the basic freedoms of the European Union. On the basis of comparative law the thesis points out that the Charter of Fundamental Rights of the European Union transformed, because of the reference of Article 6 (1) of the Treaty on European Union in the version of the Treaty of Lisbon, into a part of primary law of the European Union. Consequently the primary law contains the obligatory fundamental rights of that Charter and the Charter of Fundamental Rights of the European Union became equal to the contracts of the European Union. The Article 28 of the Charter of Fundamental Rights of the European Union contains the Right of collective bargaining and action. Because of the Treaty of Lisbon and the Charter of Fundamental Rights of the European Union the social fundamental rights became part of the Austrian law. But as a result of the Article 51 of the Charter it is questionable, if the outcome of the changes of the social fundamental rights according to the Treaty of Lisbon is really as significant as expected.