Titelaufnahme

Titel
Verhaltens- und neurophysiologische Untersuchungen zur Wahl symmetrischer Paarungspartner bei Grillus bimaculatus / Saskia Küng
Verfasser/ VerfasserinKueng, Saskia
Begutachter / BegutachterinRömer Heinrich
Erschienen2010
Umfang39 Bl. : Zsfassung ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2010
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Gryllus bimaculatus / Partnerwahl / Gryllus bimaculatus / Partnerwahl / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-21028 Persistent Identifier (URN)
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Verhaltens- und neurophysiologische Untersuchungen zur Wahl symmetrischer Paarungspartner bei Grillus bimaculatus [0.85 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In den letzten Jahrzehnten wurde der sogenannten fluktuierenden Asymmetrie (FA) große Bedeutung für die Partnerwahl bei Tier und Mensch zugesprochen. Während die meisten dieser Arbeiten sich allerdings mit visuell wahrnehmbaren Merkmalen befassten, wurde in der vorliegenden Untersuchung die Bedeutung von Symmetrie anhand eines akustischen Signals studiert. FA drückt sich im Lockgesang von Grillenmännchen dadurch aus, dass es in der zweiten Hälfte jeder Silbe zu einer abwärts gerichteten Frequenzmodulation kommt. Da die Partnerfindung bei Gryllus bimaculatus auf akustischer Anlockung der Weibchen durch die Männchen basiert, stellte sich daher die Frage, ob diese eine solche Symmetrie beziehungsweise Asymmetrie im Gesang wahrnehmen können, und diese Information in ihre Wahlentscheidung einfließen lassen. Folgt man der Hypothese, dass FA ein ehrliches Merkmal für die genetische Qualität eines Individuums darstellt, sollten Weibchen in einer Wahlsituation zwischen zwei möglichen Paarungspartnern das symmetrischere Männchen bevorzugen. Um dies zu untersuchen, wurden in dieser Arbeit Verhaltensexperimente an Gryllus bimaculatus mit neurophysiologischen Versuchen kombiniert. Dies ermöglichte es Entscheidungen der Tiere in den Verhaltenstests auf neurophysiologischer Basis zu erklären. Da alle Experimente dieser Studie bei idealen akustischen Bedingungen auf einer Laufkugel durchgeführt wurden, und selbst bei diesen optimalen Verhältnissen die Tiere kaum in der Lage waren, zwischen asymmetrischen und symmetrischen Signalen zu unterscheiden, kann bezweifelt werden, dass die akustische Symmetrie in der freien Natur von großer Bedeutung für die Partnerwahl ist.

Zusammenfassung (Englisch)

In the past decades, much attention has been paid to the importance of fluctuating asymmetry (FA) for mate choice in both animals and humans. Fluctuating asymmetry is an organism?s deviation from perfect bilateral symmetry, caused by genetical or environmental stress during ontogenesis. Individuals who are able to cope with this stress are less likely to show asymmetrical traits. However, most of the investigated cases focused on morphological traits which are detected by the visual system. In the present study, I investigated a possible case of FA present in an acoustic signal of a cricket. Since male crickets Gryllus bimaculatus attract females with their calling songs, I used behavioural two-choice experiments to investigate whether females are able to perceive such differences in symmetry and include this information in there final decision for mate choice. Additionally to the behavioural tests, the results were also verified by neurophysiological experiments. Acourding to the hypothesis that FA conveys reliable information regarding male genetic quality, females should choose symmetrical over asymmetrical males. Thus, although the experiments were performed under almost ideal acoustic conditions on the trackball, females failed to choose the more symmetrical male. The most likely explanation is that they where hardly able to perceive and to distinguish between the different presented signals. Therefore it is doubtful, if the symmetry of the wings of male crickets is important for mate choice in nature.