Titelaufnahme

Titel
To close the gender pay gap! Die rechtliche Entwicklung der Entgeltrichtlinie bis in die Gegenwart : aus österreichischer Sicht / eingereicht von Verena Schauer
Verfasser/ VerfasserinSchauer, Verena
Begutachter / BegutachterinPrettenthaler-Ziegerhofer Anita
Erschienen2010
Umfang78 Bl. : Zsfassung ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
SchlagwörterEuropäische Union <Richtlinie über die Anwendung des Grundsatzes des gleichen Entgelts für Männer und Frauen> / Österreich / Europäische Union <Richtlinie über die Anwendung des Grundsatzes des gleichen Entgelts für Männer und Frauen> / Österreich / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-20958 Persistent Identifier (URN)
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To close the gender pay gap! Die rechtliche Entwicklung der Entgeltrichtlinie bis in die Gegenwart [2.93 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Prinzip ?gleicher Lohn für gleiche Arbeit? wurde 1957 in Art 119 EWGV festgeschrieben und war somit eines der Gründungsprinzipien der Europäischen Union. Die Mitgliedstaaten setzten Art 119 EWGV aber unzureichend um. 1975 wurde die Entgeltrichtlinie RL 75/117 EWG erlassen, um Art 119 EWGV zu konkretisieren und den Mitgliedstaaten die Anwendung des Gleichheitsgrundsatzes zu erleichtern.Sie verbietet die Lohndiskriminierung aufgrund des Geschlechts bei gleicher oder gleichwertiger Arbeit. In den folgenden Jahren wurden verschiedene Richtlinien erlassen, die den Gleichbehandlungsgrundsatz auf weitere Regelungsgegenstände, wie zB Zugang zur Beschäftigung, erweiterten. In Österreich wurde 1979 das ?Bundesgesetz über die Gleichbehandlung von Frau und Mann bei der Festsetzung des Entgelts? erlassen. Dieses Gesetz gilt nur für die Privatwirtschaft. 1993 verabschiedete man das Bundesgleichbehandlungsgesetz, welches die erste gesetzliche Regelung gegen Diskriminierung im öffentlichen Dienst war. Im Jahr 2009 leitete die Europäische Kommission die Kampagne ?gleicher Lohn für gleiche Arbeit? ein. Ziel dieser Kampagne ist, das geschlechtsspezifische Lohngefälle (Unterschied zwischen den durchschnittlichen Stundenlöhnen von beschäftigten Frauen und Männern in der gesamten Volkswirtschaft), das derzeit in der EU durchschnittlich 17% beträgt, in den Blickpunkt zu rücken und Lösungsvorschläge zu bieten.In der Kampagne werden als Ursachen die Unterbewertung der Arbeit von Frauen, Segregation am Arbeitsmarkt, Traditionen und Stereotypen und die Vereinbarung von Arbeit und Privatleben genannt.Auch in Österreich versucht man mit verschiedenen Kampagnen (zB die Kampagne ?gleich = fair?) das Lohngefälle zu reduzieren, da Österreich im Vergleich mit anderen EU-Ländern sehr schlecht abschneidet. Das Lohngefälle beträgt derzeit 25,5%.Die Beseitigung der Lohnunterschiede nützt Arbeitgeber/innen und Arbeitnehmer/innen, der Wirtschaft und der sozialen Gerechtigkeit.

Zusammenfassung (Englisch)

The principle ?equal pay for equal work? was one of the fundamental principles of the European Union and was confirmed in Art 119 EWGV in 1957, but the member states realized Art 119 EWGV insufficiently. In 1975 the equal pay directive RL 75/117 EWG was released to make the application of the equality principle easier for the member states and to concrete Art 119 EWGV.She forbids the pay discrimination because of gender for same or equal work. Within the following years different directives which extended the equal treatment principle by further regulation objects, like access to the occupation, were issued.In 1979 Austria passed the ?Bundesgesetz über die Gleichbehandlung von Frau und Mann bei der Festsetzung des Entgelts?, but this law only applies to the private industry. In 1993 Austria passed the ?Bundesgleichbehandlungsgesetz? which was the first legal regulation against discrimination in the public service.In 2009 the European Commission launched an information campaign in all EU countries about the gender pay gap.Aim of this campaign is to reduce the gender pay gap. The gender pay gap is the average difference between men's and women's hourly earnings within the economy as a whole.Causes of the gender pay gap are the undervaluing of women?s work, segregation in the labour market, traditions and stereotypes and balancing work and private life.Even in Austria there are many different campaigns to reduce the gender pay gap (for example the campaign ?gleich = fair?). In Austria the gender pay gap is about 25,5%, which is very high in comparison with other EU member states.The elimination of the gender pay gap is useful for employers and employee, the economy and the social justice.