Titelaufnahme

Titel
Gruppenverhalten in Entscheidungen unter Risiko im Geschlechterkontext : eine experimentelle Analyse / Andrea Essl
Verfasser/ VerfasserinEssl, Andrea Maria
Begutachter / BegutachterinMestel Roland
Erschienen2010
Umfang125 Bl. : Zsfassung ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2010
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Gruppenentscheidung / Geschlechtsunterschied / Risiko / Gruppenentscheidung / Geschlechtsunterschied / Risiko / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-20867 Persistent Identifier (URN)
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Gruppenverhalten in Entscheidungen unter Risiko im Geschlechterkontext [1.75 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Masterarbeit beschäftigt sich mit der Untersuchung von geschlechtsspezifischen Unterschieden bei Gruppen- und Individualentscheidungen unter Risiko. Einerseits werden in der Wirtschaftspraxis wichtige Entscheidungen häufig in Teams getroffen und andererseits nimmt die Partizipation von Frauen am Arbeitsmarkt im Allgemeinen und in Führungspositionen im Besonderen zu. Die Analyse der Untersuchung geschlechtsspezifischer Unterschiede bei Gruppen- und Individualentscheidungen unter Risiko erfolgte mit Hilfe eines Lottery-Choice-Experiments, welches durch den Risikoaversionstest von Holt und Laury und durch die Publikation ?Teams take the better risks? von Rockenbach, Sadrieh und Mathausschek inspiriert wurde. Neu an der in dieser Masterarbeit durchgeführten Untersuchung ist die Berücksichtigung des Geschlechteraspekts. Es wurden die Risikopräferenzen der Subjekte erhoben und ein geschlechtsspezifischer Vergleich zwischen Gruppen- und Individualverhalten in Bezug auf Verletzungen der Erwartungsnutzentheorie und des Risk-Return Prinzips durchgeführt. Im Experiment konnte gezeigt werden, dass sowohl Individuen als auch Gruppen meist ein vorhergesagtes, mit der Erwartungsnutzentheorie inkonsistentes Verhalten aufzeigen. Die Ergebnisse der Analyse des Risk-Return Prinzips zeigten, dass Gruppen in Gegensatz zu Individuen riskantere Entscheidungen treffen, wenn eine hohe Rendite in Aussicht ist. Außerdem konnte gezeigt werden, dass Subjekte, die immer in frauendominierten Gruppen agierten, häufiger konsistente Entscheidungen treffen und darüber hinaus die höheren Erwartungswerte sammelten als ExperimentteilnehmerInnen, die immer in männerdominierten Gruppen spielten.

Zusammenfassung (Englisch)

This master thesis deals with the examination of gender differences in individual and group decisions under risk. There are two interesting recent trends in economic life. First, female work force participation is increasing across the economy as a whole and especially within leadership positions and second team-based work becomes more and more relevant in business. The combination of these facts reflects that the number of different-gendered teams in both business and government increases, rendering the importance of gender composition in team decisions more and more important for the success of different organizations. This important research topic remains largely unexplored in the field of economics. The investigation is based on a lottery-choice experiment which is inspired by the risk aversion test of Holt and Laury and the paper "Teams take the better risks" written by Rockenbach, Sadrieh and Mathausschek. The novelty of the master thesis is the consideration of the gender aspect in the context of risky decisions. In the experiment individual risk preferences were tested and furthermore group and individual decisions in respect to deviations from the expected utility theory and the risk-return principle were compared. All analysis were carried out in respect to the gender context. The results show that both individuals and groups violated the expected utility theory in a predicted manner. Moreover, it could be shown that groups compared to individuals make riskier decisions, if a higher return could be reached. In addition the study demonstrates that subjects, who always played in female-dominated groups, made significantly more consistent decisions and accumulate significantly more expected values as subjects, who always played in male-dominated groups.