Titelaufnahme

Titel
Das Debattierverhalten deutscher und österreichischer Politiker im Vergleich / vorgelegt von Sandra Angerer
Verfasser/ VerfasserinAngerer, Sandra
Begutachter / BegutachterinGadler Hanspeter
Erschienen2011
Umfang129 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Politische Sprache / Österreich / Politische Sprache / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-20818 Persistent Identifier (URN)
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Das Debattierverhalten deutscher und österreichischer Politiker im Vergleich [2.42 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem ?Debattierverhalten deutscher und österreichischer Politiker im Vergleich?. Ausgangspunkt dafür waren verschiedene Politikerreden zum Thema ?Budget? im Rahmen der Wirtschaftskrise 2008/2009. Neben einer ausführlichen Erfassung mit dem Stellenwert bzw. den Eigenschaften der Sprache in der Politik, gehören auch eine Darstellung der Plurizentrizität der deutschen Sprache sowie eine Einführung in die Rhetorik zum ersten, theoretischen Teil der Arbeit. Der zweite und praktische Teil betrifft die Analyse von Parlamentsdebatten zu genanntem Thema und legt das Hauptaugenmerk auf einzelne Redeschlüsse. Jene wurden sowohl quantitativ als auch qualitativ ausgewertet und jeweils länderübergreifend verglichen. Der Fokus der Beobachtungen liegt hierbei auf der lexikalischen, syntaktischen und inhaltlichen Ebene. Die signifikantesten Unterschiede in Bezug auf den Ländervergleich konnten bei der Verwendung von Personal-/Possessivpronomen sowie bei der Verwendung von Steigerungen bzw. Wortwiederholungen beobachtet werden. Ferner geht die Analyse der Frage nach, wie genau ein Redeschluss bzw. ein Appell aufgebaut ist und kommt dahingehend zu dem Ergebnis, dass jener nicht primär auf Informationsvermittlung abzielt und ein Appell nicht ohne Anfachen von Emotionen passiert. Der Redner möchte seinen Rezipienten stets von etwas überzeugen bzw. ihn zu einer gewissen Handlung bewegen. Neben der Emotionserweckung bedient sich der Redner zur Affekterregung außerdem Mitteln wie ?Aufwerten?, ?Abwerten? oder ?Manipulieren?. Bei der Affekterregung wurden zwei Tendenzen ermittelt: Sympathie für die eigene Positionen zu erreichen, oder Abneigung gegenüber dem Gegner zu erwecken. Für deutlichere Unterschiede bezüglich des Ländervergleichs wäre es interessant, nähere Untersuchungen zu diesem Thema anzustellen, bei denen ein größerer Korpus, z.B. der Argumentationsteil einer Rede, für eine genauere Betrachtung herangezogen wird.

Zusammenfassung (Englisch)

This diploma thesis is about ?The manner of debating of Austrian and German politicians?. The initial points were different politicial speeches about the budget debate concerning the economic crisis in 2008/2009. Next to a detailed survey of the significance and the qualities of the language in politics, it as well contains an overview of the pluricentricity of the German language and an introduction to rhetoric in the first, theoretical part of the thesis. The analysis itself concentrates on the speech endings of parliamentarian debates. The contents were evaluated quantitatively and qualitatively and were as well compared to the two countries Austria and Germany. The studies are focussing on the lexical and syntactic level and have as well a regard to contents. The most significant differences concerning the relation between the two countries could be found in the use of personal-/possessive pronouns and in the use of climaxes or repetitions. Furthermore, the analysis wants to answer the question how speech endings and appeals are formed. The conclusion is that the placing of information is not the main concern and further that an appeal does not go without fanning emotions. The speaker wants to convince his recipient about something or tries to move him to a certain action. Linked with that, a speaker also uses instruments like ?upgrading?, ?downgrading? or ?manipulating? to reach affects arousal. For the arousal of so called affects two tendencies can be found: to generate sympathy for the own party or position or to generate antipathy for the disputant. Concerning the using of that there have not been found some significant differences. For more considerably differences concerning the both countries it would be interesting to engage more investigations about this topic in the future. Therefore the corpus should be bigger and maybe a main interest lying on the argumentation part of a speech would bring many more differing and new findings.