Titelaufnahme

Titel
Die barocke Ausstattung der ehemaligen Jesuitenkirche Franz Xaver in Leoben / vorgelegt von Paul Seisser
Verfasser/ VerfasserinSeisser, Paul
Begutachter / BegutachterinSchweigert Horst
Erschienen2010
Umfang125 Bl. : Zsfassung ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
SchlagwörterSankt Franz Xaver <Leoben> / Sankt Franz Xaver <Leoben> / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-20795 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Die barocke Ausstattung der ehemaligen Jesuitenkirche Franz Xaver in Leoben [5 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Das 17. Jahrhundert gehört zu einem der bewegtesten Abschnitte der Geschichte mit weitreichenden Folgen auf politischer, kultureller sowie theologischer Ebene. In jeder Hinsicht eng damit verbunden ist der geistliche Orden der Societas Jesu, umgangssprachlich auch als Jesuitenorden bekannt. In der Steiermark wurde der Orden durch den habsburgischen Landesfürsten sehr gefördert und es gibt viele Zeugnisse ihrer Tätigkeit. Speziell in Leoben ist mit der Pfarrkirche Franz Xaver ein Juwel barocker Kirchenbaukunst erhalten geblieben. Betrachtet man die ehemalige Jesuitenkirche, so findet sich hier eine Fülle der verschiedensten Ornamentformen, welche im Besonderen dem Knorpelschnitzwerk- und Ohrmuschelstil zu zuordnen sind. Die strikte Planung des Raumkonzeptes lässt die künstlerische Intention des Architekten und Baumeisters Peter Franz Carlone erkennen, der den Bau und seine Ausstattung geprägt und ausgeführt hat. Weitere Künstlerpersönlichkeiten wie Aegydius Meixner und Jakob Walch waren an der Ausstattung des Kirchenraumes beteiligt, ihre Plastiken zeigen einen bereits hoch entwickelten Stil. Der Maler Johann Heinrich Schönfeld aus Augsburg zeigt mit seinem Gemälde des hl. Franz Xaver am Hochaltar deutlich italienische Einflüsse. An den Seitenkapellen lässt sich die Handschrift des, lange Jahre für die Jesuiten in Leoben tätigen Malers Christoph Stöckl d. Ä. erkennen. Die Ausstattung der Kirche wird als sinnliches und optisches Mittel verwendet. Die völlige Einheit der Gesamtausstattung, zählen in dieser Ausformung innerhalb der Barockkunst Österreichs zu den bedeutendsten künstlerischen Leistungen.

Zusammenfassung (Englisch)

The 17th century is known to be one of the most eventful periods in history with far reaching consequences on a political, cultural and theological level. The religious order of Societas Jesu, is in every respect tightly connected to this time. In Styria the Prince of Habsburg supported the Jesuit Order. The order bears a lot of evidence of the Jesuit activities. Especially the parish church Franz Xaver in Leoben is a well-conserved jewel of baroque church architecture.The former Jesuit Church Franz Xaver is a good example of a wide range of various ornaments, which are particularly designed to the ?Knorpelschnitzwerk? and ?Ohrmuschel? style. The architect and builder Peter Franz Calone characterizes the church. His artistic intention is well seen by his strict planning of the room concept. Additional artistic personalities such as Aegydius Meixner and Jakob Walch also took part in the planning of the church. The sculptures are technically highly developed. The painting ?Heiliger Franz Xaver? painted by the in Augsburg born Johann Heinrich Schönfeld clearly shows Italian influences. The style of Christoph Stöckel the older that worked many years for the Jesuit order in Leoben, can be perceived in the side chapels.The Franz Xaver Church with its absolute unity of the entire interior represents one of the most significant results of baroque art in Austria.